Bitcoin & Co Berlin und Paris wollen Verständigung der G20-Staaten zu Digitalwährungen

Der Hype um Kryptowährungen ruft Regierungen auf den Plan: Deutschland und Frankreich wollen offenbar, dass sich die G20 über Digitalwährungen abstimmen.

Bitcoin-Illustration
REUTERS

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Deutschland und Frankreich streben offenbar eine gemeinsame Position der G20 zu Digitalwährungen an. Dazu haben die beiden Länder einem Agenturbericht zufolge eine entsprechende Initiative gestartet, die Chancen und Risiken von Kryptowährungen ausloten soll.

In einem Brief an die argentinische G20-Präsidentschaft, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, fordern die Finanzminister und Notenbankchefs beider Länder, beim Finanzministertreffen Mitte März in Buenos Aires mit der Debatte darüber zu beginnen.

Auslöser sei der kräftige Anstieg von Kryptowährungen wie Bitcoin im vergangenen Jahr. Die Debatte der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) könne dann in international abgestimmten Maßnahmen münden.

Deutschland und Frankreich schlagen vor, internationale Expertengremien - wie das für Fragen der Finanzstabilität zuständige Financial Stability Board (FSB) - mit einem Bericht zu beauftragen. Zudem müsse erwogen werden, den Internationalen Währungsfonds einzuspannen. Dieser könne die Auswirkungen und Risiken von Digitalwährungen auf Kapitalflüsse und die Finanzstabilität analysieren.

Zuletzt gab es vermehrt Stimmen die forderten, Kryptowährungen stärker zu regulieren. Verbraucher und Anleger müssten geschützt werden, forderte unter anderem die Dachorganisation der Notenbanken. Es müsse gewährleistet sein, dass digitales Geld nicht die Finanzstabilität gefährde.

brt/Reuters

insgesamt 8 Beiträge
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jj2005 09.02.2018
1. Weg mit dem Schwachsinn
Eine einzige Transaktion kostet mehr Energie als eine deutsche Durchschnittsfamilie im Monat verbraucht. Man sollte Bitcoins schleunigst verbieten, und das Gezeter der Geldwäscher und Spekulanten schlicht ignorieren.
Phildemos 09.02.2018
2. Vorgeschoben...
Ich habe den Verdacht, dass der Verbraucherschutz nur vorgeschoben ist. In Wirklichkeit haben die Zentralbanker und Regierungen nur Angst, dass dem Euro eine echte Konkurrenz erwächst und sie nicht mehr einfach beliebig viel Geld drucken können.
Klaatu Barada Nikto 09.02.2018
3. Zu #1
Informieren Sie sich bitte zum Unterschied von Proof of Work und Proof of Stake und warum PoW z.B. beim Bitcoin derzeit aus Sicherheitsgründen unabdingbar ist. Danke. Das "Energieproblem" ist zeitlich befristet, wird zu 100% gelöst werden und ist nur ein typisches Totschlagargument. Ausserdem gibt es auch andere Technikansätze, wie den Tangle bei IOTA. Bitcoin ist nicht das Maß aller Dinge. Das Digitalministerium wird jetzt schon schmerzlich vermisst. ^^
susuki 09.02.2018
4.
Eine Digitalwährung wird das rennen machen. zZ tippe ich auf die kommenden googel-coins welche durch Waren des playstore gedeckt sind.
kaimaster 09.02.2018
5. Unglaublich das sowas noch nicht verboten wird.
Sinn und Zweck des Bitcoins dienen allein der Dezentralisierung, also weg von Zentralen Steuerelementen wie Zentralbanken und co. die die Finanzmärkte regulieren. Man kann weder die Transaktion rückgängig machen, noch die Personen tracken, die das digitale "Geld" auf unehrlicher Art und Weise ergattet haben. In der Realität wird Bitcoin hauptsächlich für illegale Zwecke verwendet, wie z.B. Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Handel mit illegalen Mitteln(Drogen, Waffen etc.), das die Bitcoin-Plattform aller Überwachungen entzieht. Nordkorea nutzt z.B. Bitcoin um an die Reservewährung zu kommen. Auch Räuber und Diebe lieben Bitcoin gerne, denn Risiko hinterher gefangen zu werden ist beinah gleich Null. Wenn man die Schnittstellen, wodurch man Bitcoin in Echtgeld umtauschen kann verbietet, dann hat bitcoin null wert. Im Gegensatz zu Aktien, die immer den Unternehmenswert besitzt, hat Bitcoin tatsächlich null wert. Stromfressen kann es natürlich ganz gut.
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