Spekulationswährung Bitcoin-Kurs fällt massiv

Nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen verliert der Bitcoin gerade massiv an Wert. Die Anleger stehen damit vor einer schwierigen Entscheidung: Halten oder schnell verkaufen? Bei Gewinnen wichtig: Das Finanzamt kassiert mit.

Bitcoin-"Geldautomat"
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Mit dem Bitcoin-Kurs ließen sich in den Wochen vor Weihnachten schnell beachtliche Gewinne erzielen. Doch jetzt rutschte die Kryptowährung auf diversen Handelsplattformen unter die Marke von 13.000 Dollar und bewegte sich auf 12.000 Dollar zu. Damit hat der jüngste steile Kursanstieg zumindest vorerst ein abruptes Ende gefunden: Am Wochenende war der Bitcoin noch auf 20.000 Dollar zugelaufen. Auch andere Kryptowährungen wie Ethereum und Litecoin büßten am Freitag prozentual zweistellig an Wert ein.

Wenn Anleger rechtzeitig verkauft haben, müssen sie an ihrem Gewinn unter Umständen das Finanzamt beteiligen - je nachdem wie viel Zeit vergangen ist zwischen dem Bitcoin-Kauf und -Verkauf.

Grundsätzlich gelten nach Angaben des Bundesfinanzministeriums für Bitcoin die gleichen Regeln, die auch für sogenannte Spekulationsgeschäfte gelten. Das heißt: Kursgewinne sind steuerpflichtig, wenn zwischen Kauf und Verkauf nicht mehr als ein Jahr lag. Ist die Jahresfrist abgelaufen, sind die Gewinne steuerfrei. Das gilt spiegelbildlich auch für Verluste.

"Werden die Gewinne innerhalb der Jahresfrist erzielt, zählen sie zum Einkommen", sagt Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL). "Das heißt, es gilt der persönliche Steuersatz."

Je nach Höhe des Gewinns kann dieser Steuersatz übrigens auch deutlich steigen. Wer zum Beispiel ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 35.000 Euro hat, unterliegt einem persönlichen Grenzsteuersatz von 35,3 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag. Fällig werden rund 7424 Euro Steuern. Erzielt ein solcher Steuerzahler innerhalb der Jahresfrist einen Gewinn aus Bitcoin-Geschäften in Höhe von 20.000 Euro, steigt der persönliche Steuersatz auf 44,3 Prozent samt Solidaritätszuschlag. In diesem Fall erhöht sich die Steuerrechnung um rund 8000 Euro.

Erzielt der Anleger innerhalb der Spekulationsfrist dagegen Verluste, kann er diese auch nur mit entsprechenden Gewinnen gegenrechnen. "Wenn es keine entsprechenden Gewinne gibt, können Sie die Verluste über die Einkommensteuererklärung feststellen lassen", sagt Rauhöft. "Dann können sie auch später mit Gewinnen verrechnet werden."

mik/dpa

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