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BKA-Bericht: Wirtschaftskriminalität verursacht 3,8 Milliarden Euro Schaden

Wirtschaftsschutz-Symposium (im Mai 2014): 3,8 Milliarden Euro Schaden Zur Großansicht
DPA

Wirtschaftsschutz-Symposium (im Mai 2014): 3,8 Milliarden Euro Schaden

Wirtschaftskriminelle haben 2013 in Deutschland Schäden von mehr als 3,8 Milliarden Euro verursacht - obwohl die Zahl der Einzelfälle deutlich zurückgegangen ist. BKA-Präsident Ziercke beklagt eine hohe Dunkelziffer.

Wiesbaden - Wirtschaftskriminelle haben 2013 in Deutschland einen Schaden von 3,82 Milliarden Euro verursacht. Das waren rund zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie aus dem aktuellenLagebild des Bundeskriminalamtes (BKA) hervorgeht. Die Zahl der Straftaten ist hingegen um zwölf Prozent auf knapp 71.700 zurückgegangenen, zudem haben Ermittler zehn Prozent weniger Tatverdächtige identifiziert als 2012.

BKA-Präsident Jörg Ziercke zeigte sich nicht zufrieden. Er beklagte "eine hohe Dunkelziffer, enorme Schäden und langjährige ressourcenintensive Großverfahren der Ermittlungsbehörden". Wirtschaftsdelikte würden immer noch viel zu selten angezeigt. Ziercke bezeichnete die Korruption als engen Begleiter der Wirtschaftskriminalität, entsprechend müsse sie konsequent angezeigt und verfolgt werden, um das Vertrauen in die Wirtschaftsordnung zu stärken.

Der registrierte Schaden der Wirtschaftsdelikte stellt fast die Hälfte des gesamten von Kriminellen verursachten Schadens in Deutschland dar. Die Aufklärungsquote stieg 2013 geringfügig auf 92 Prozent an - und war damit fast 40 Prozentpunkte über allen anderen Straftaten. Dies hängt jedoch damit zusammen, dass Fälle von Wirtschaftskriminalität bereits als aufgeklärt in der Statistik erfasst werden, wenn ein Tatverdächtiger namentlich bekannt ist - unabhängig davon, ob er tatsächlich schuldig ist oder gar bestraft wird. Bei Wirtschaftsdelikten sind die Namen von Verdächtigen wesentlich häufiger bekannt als bei Einbrüchen oder Autodiebstählen.

Unter dem Begriff Wirtschaftskriminalität versammelt das BKA unterschiedliche Delikte wie Betrug im Internet, bei Abrechnungen im Gesundheitswesen oder bei Anlagen.

mxw/dpa

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1. neue
ambulans 24.07.2014
märchen von ziercke: "nur" 3,8 mrd. EURO schaden durch wirtschaftskriminalität in 2013 ...
2. wie hoch ist der schaden
maki1961 24.07.2014
durch die nsa?wer bestimmt im Interesse vieler bürger.
3. Erfolgsquote
hermann_huber 24.07.2014
Wen man jemanden kennt der weiß wie jemand heist der soetwas machen würden könnt. Fertig Fall gelöst in der Statistik. Super
4. witz komm raus du bist umzingelt...
der:thomas 24.07.2014
Klar wird das nicht angezeigt! Muss man den "Ermittlern" ja erstmal eine Skizze machen .... Brauchst du schon den rauchenden Colt - sonst ist das was nur für's Zivilrecht
5. Für das Bißchen wird die Regierung doch keine Gesetze machen
vantast64 24.07.2014
gegen die Mafia, weil der Schaden dann noch größer wäre. Sie hält sich aus der Bekämpfung der O.K heraus, sie überläßt das den Italienern, die haben bessere Gesetze und eine Polizei, die selbst gegen die eigene Regierung die Mafia bekämpft! Das sind noch Männer! Bravo!
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