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BKA-Bericht: Wirtschaftsbetrüger richten Milliardenschäden an

Betrug, Insolvenzverschleppung, Internetkriminalität: Wirtschaftskriminelle verursachen nach SPIEGEL-Informationen immer höhere Schäden. Insgesamt geht das Bundeskriminalamt von 4,7 Milliarden Euro aus - ein Anstieg um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr.

Hamburg - Wirtschaftsverbrechen verursachen nach Informationen des SPIEGEL in Deutschland immer höhere Kosten. In seinem "Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität", das diese Woche vorgestellt wird, beziffert das Bundeskriminalamt (BKA) die Schäden in 2010 auf knapp 4,7 Milliarden Euro. Das sind rund 1,2 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. 2009 waren es allerdings 4,12 Milliarden Euro.

Die Zahl der registrierten Taten stieg um 1,5 Prozent auf knapp 103.000. Den höchsten Schaden mit etwa zwei Milliarden Euro verursachten Betrüger. Mehr als die Hälfte aller Wirtschaftsstraftaten passieren in diesem Bereich. Auch Insolvenzdelikte verursachen hohe Schäden; insgesamt summieren sie sich auf rund 1,7 Milliarden Euro.

Die Zahlen geben nach Ansicht des BKA das "tatsächliche Ausmaß der Wirtschaftskriminalität nur eingeschränkt" wieder. So werden beispielsweise Fälle, die von Finanzbehörden und Staatsanwaltschaften ohne Beteiligung der Polizei bearbeitet werden, in dieser Statistik nicht registriert.

Immer mehr Wirtschaftsverbrechen passieren im Internet. 2010 wurde es in gut 31.000 registrierten Fällen benutzt, das ist eine Steigerung um 190 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die steigende Zahl der Delikte ist Folge schwieriger rechtlicher Handhabe. Wirtschaftskriminelle erhalten in der Regel niedrige Strafen, weil ihre Schuld juristisch schwerer nachweisbar ist als bei anderen Verbrechen.

ssu

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1. Viel größerer Schaden
Steuersklave 04.09.2011
Zitat von sysopBetrug, Insolvenzverschleppung, Internetkriminalität: Wirtschaftskriminelle verursachen nach SPIEGEL-Informationen immer höhere Schäden. Insgesamt geht das Bundeskriminalamt von 4,7 Milliarden Euro aus - ein Anstieg um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,784262,00.html
Aber was will das BKA machen? Die ganze Bundesregierung verhaften dürfte schwierig werden. Ausserdem liegt der Schaden durch Insolvenzverschleppung Griechenlands bei weit mehr als 4.7 Mrd.
2. Wenig Berichterstattung
sp0cky 04.09.2011
Leider wird auch nur sehr wenig über solche Fälle berichtet, selbst wenn es größere sind. Über den Fall der Juragent AG wurde 2009 im manager magazin geschrieben (Schadenssumme Anleger 88 Mio €): http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,616298-2,00.html ...danach kam nichts mehr. Aktueller Stand: der jetzige (mittlerweile wohl wieder Ex-) Vorstand Andreas Maas hat mit allen erdenklichen Maßnahmen (z.B. Bareinzahlungen zur Verschleierung von Konten) die Zwangsvollstreckung rechtskräftiger Titel von Anlegern verhindert und lässt den Gerichtsvollzieher immer wieder auflaufen. Die in der Schweiz lange arrestierten Gelder (12 Mio. € von ehemals 17 Mio. €) flossen im Februar/März wieder zurück. Wohin? Hr. Maas war lt. Einträgen in diversen Anlegerforen schon bei mehreren "Sanierungen" beteiligt, deren Ergebnis angeblich öfters die Insolvenz war.
3. Staat
fourchette 04.09.2011
Zitat von sysopBetrug, Insolvenzverschleppung, Internetkriminalität: Wirtschaftskriminelle verursachen nach SPIEGEL-Informationen immer höhere Schäden. Insgesamt geht das Bundeskriminalamt von 4,7 Milliarden Euro aus - ein Anstieg um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,784262,00.html
Der Staat benimmt sich gegenüber Wirtschaftsbetrügern aber auch ziemlich hilflos. Insbesondere im Internet tummeln sich Betrüger und Abzocker. Ich möchte nicht sagen, dass der Staat hilflos zuschaut. Nein, er ist einfach nicht existent und die Gauner können sich gefahrlos an den Verbrauchern bereichern.
4. B. Trüger
hartsch 04.09.2011
Zitat von sysopBetrug, Insolvenzverschleppung, Internetkriminalität: Wirtschaftskriminelle verursachen nach SPIEGEL-Informationen immer höhere Schäden. Insgesamt geht das Bundeskriminalamt von 4,7 Milliarden Euro aus - ein Anstieg um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,784262,00.html
Das böse böse Internet! Sofort abschalten! Dann bleiben mir auch täglichen Berichte über die Wirtschaftskriminellen aus Berlin erspart. Nach meinen Recherchen (Schuldenuhr) richten diese nämlich einen Schaden von 71,87 Milliarden pro Jahr am deutschen Volk an!!!
5. Lachhaft
Zyklotron, 04.09.2011
Zitat von sysopBetrug, Insolvenzverschleppung, Internetkriminalität: Wirtschaftskriminelle verursachen nach SPIEGEL-Informationen immer höhere Schäden. Insgesamt geht das Bundeskriminalamt von 4,7 Milliarden Euro aus - ein Anstieg um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,784262,00.html
Das wissen wir doch alles schon lang. Aber diese kriminellen Leute sind die von der Politik hofierte Elite Deutschlands, bzw. sie selbst. Das einzige, was passieren könnte ist, dass ein paar Beamte von Oben beim Bundeskriminalamt "versetzt" werden. Aber vermutlich jagt man jetzt wieder mit aller Härte alleinerziehende Mütter, die sich mit Putzen etwas dazu verdienen und Hartz-IV-Empfänger, die Omas Geschenke nicht gemeldet haben.
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