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BP-Boss Tony Hayward Das Gesicht der schwarzen Pest

Ölpest: BP-Boss Hayward unter Druck
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REUTERS

6. Teil: Akt 5: Rückkehr ins Leben

Im Golf von Mexiko meldet BP inzwischen erste Erfolge. Nach Angaben der amerikanischen Küstenwache saugt der Konzern mittlerweile gut zwei Drittel des austretenden Öls durch einen Trichter ab. Und noch im August will BP neben dem Leck ein neues Loch bohren und so den Ausfluss ins Meer ein für alle Mal stoppen.

Für den Konzern selbst beginnen danach die wahren Aufräumarbeiten. Zwar will auch die US-Regierung nicht auf Tiefseebohrungen verzichten, schließlich machen diese das Land energiepolitisch ein Stück weit unabhängig. Doch der öffentliche Rückhalt solcher Bohrungen hat seit dem Unglück der "Deepwater Horizon" stark gelitten. Regierung und Energiekonzerne müssen starke Argumente finden, um neue Tiefseeabenteuer vermittelbar zu machen.

Für BPs Strategen ist das schon jetzt die eigentliche Aufgabe. Rund zehn Prozent von BPs weltweiter Ölproduktion stammen aus dem Golf von Mexiko, künftig soll dieser Anteil stark wachsen. Hebt die US-Regierung nicht bald ihr Moratorium für Tiefseebohrungen auf, droht BP ein schmerzhafter Niedergang, der Tausende Mitarbeiter den Job kosten könnte.

Obama hätte Hayward "längst gefeuert"

Das wichtigste Argument, um Tiefseebohrungen zu rehabilitieren, sind strenge Sicherheitsauflagen. Und es ist fraglich, dass Hayward der richtige ist, diese bei BP umzusetzen. Schließlich hat er es schon einmal versprochen und dann nicht getan. Gut möglich, dass BP sich Hayward noch als Sündenbock hält, bis das Leck im Meer gestopft ist - und sich dann ganz von ihm trennt. US-Präsident Barack Obama hätte Hayward nach eigenen Worten ohnehin "längst gefeuert".

Ein BP-Sprecher beteuerte am Freitag, der Aufsichtsrat habe "nach wie vor Vertrauen" in Hayward. Aufsichtsratschef Svanberg selbst sagte, der BP-Boss werde jetzt "mehr zu Hause sein".

Hayward hat also sein Leben zurück - ganz wie er es wollte.

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insgesamt 506 Beiträge
merapi22 29.05.2010
Man muss die Macht der Ölkonzerne durch ein neues Gesetz beschneiden, das der mächtigsten Lobby Amerikas so richtig weh tut: Dem Verbot der Ölförderung im Meer! Obama ist ein Umweltschützer und nur seinem Gewissen und der [...]
Zitat von sysopUS-Präsident Barack Obama geriet über die Vorgänge im Golf von Mexiko in die Kritik. Sein Krisenmanagement und sein Umgang mit BP werden kontrovers diskutiert. Aber welche Möglichkeiten hätte er? Sind die Ölkonzerne politische überhaupt noch zu kontrollieren?
Man muss die Macht der Ölkonzerne durch ein neues Gesetz beschneiden, das der mächtigsten Lobby Amerikas so richtig weh tut: Dem Verbot der Ölförderung im Meer! Obama ist ein Umweltschützer und nur seinem Gewissen und der Zukunft verpflichtet.
emigskarl 29.05.2010
Die USA funktionieren nur durch gigantische Ressourcenvergeudung. Irgendwo muss das Zeug herkommen. Gas aus Wyoming - was dort gerade einen gigantischen Boom erzeugt, Öl aus Lousiana - was dort gerade eine Ölpest erzeugt. [...]
Zitat von merapi22Obama ist ein Umweltschützer und nur seinem Gewissen und der Zukunft verpflichtet.
Die USA funktionieren nur durch gigantische Ressourcenvergeudung. Irgendwo muss das Zeug herkommen. Gas aus Wyoming - was dort gerade einen gigantischen Boom erzeugt, Öl aus Lousiana - was dort gerade eine Ölpest erzeugt. Schwund ist eben überall, und da braucht gar nichts politisch geregelt zu werden. Wenn jeder Einzelne weniger Benzin verbraucht, ist das in den Gewinnen der Konzerne zu spüren - nicht aber durch Lobbyarbeit verwässerte Umweltgesetze, die nur scheinbar eine zahnlose EPA stärken sollen.
pulegon 29.05.2010
Dann warte ich mal, wer zuerst Schreit... die Ölkonzerne oder der Verbraucher. Konstante Nachfrage bei verknappten Angebot ist das perfekte Argument für Preissteigerungen. Wenn man versucht multinational agierende Konzerne [...]
Zitat von merapi22Dem Verbot der Ölförderung im Meer! Obama ist ein Umweltschützer und nur seinem Gewissen und der Zukunft verpflichtet.
Dann warte ich mal, wer zuerst Schreit... die Ölkonzerne oder der Verbraucher. Konstante Nachfrage bei verknappten Angebot ist das perfekte Argument für Preissteigerungen. Wenn man versucht multinational agierende Konzerne mit nationalen Gesetzen zu kontrollieren, dann brauch man sich nicht wundern, das dass nicht funktioniert... Kleiner Tipp offshore (http://dict.leo.org/?lp=ende&from=fx3&search=offshore) außerhalb der Küstengewässer liegend vllt. einfach mal internationale Gesetze und Vereinbarungen schaffen?
merapi22 29.05.2010
Da haben Sie Recht, nur ein Verbot reicht nicht, man muss Alternativen schaffen, etwa Neue Kraftstoffe E85, Wasserstoff usw., aber die Konzerne kann man auch an die Leine legen. Wie die Kuba - Blockade zeigt sogar erfolgreich. [...]
Zitat von pulegonDann warte ich mal, wer zuerst Schreit... die Ölkonzerne oder der Verbraucher. Konstante Nachfrage bei verknappten Angebot ist das perfekte Argument für Preissteigerungen. Wenn man versucht multinational agierende Konzerne mit nationalen Gesetzen zu kontrollieren, dann brauch man sich nicht wundern, das dass nicht funktioniert... Kleiner Tipp offshore (http://dict.leo.org/?lp=ende&from=fx3&search=offshore) außerhalb der Küstengewässer liegend vllt. einfach mal internationale Gesetze und Vereinbarungen schaffen?
Da haben Sie Recht, nur ein Verbot reicht nicht, man muss Alternativen schaffen, etwa Neue Kraftstoffe E85, Wasserstoff usw., aber die Konzerne kann man auch an die Leine legen. Wie die Kuba - Blockade zeigt sogar erfolgreich. Ja, außerhalb der Küstengewässer - offshore, macht ja auch Norwegen, kann man nur ueber die UNO in den Griff bekommen. Was man nicht versteht, wir leben auf einer Feuerkugel und haben ein Energieproblem: „99 Prozent unseres Planeten sind heißer als 1000*°C; ca. 90*Prozent des Rests sind immer noch heißer als 100*°C. Fast überall hat das Erdreich in 1*Kilometer Tiefe eine Temperatur von 35*°C bis 40*°C.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie Sind da die Öl – und andere Lobbyisten schuld, das man das naheliegende vergisst, das Feuer unter unseren Füßen?
Die Frage ist doch verengt auf Öl gestellt, sie müsste lauten, wie viele Konzerne, sind Staaten ebenbürtig, oder sogar durch Lobbyismus und Bestechung so einflussreich, dass man von Überlegenheit sprechen kann. Meiner Meinung [...]
Zitat von sysopUS-Präsident Barack Obama geriet über die Vorgänge im Golf von Mexiko in die Kritik. Sein Krisenmanagement und sein Umgang mit BP werden kontrovers diskutiert. Aber welche Möglichkeiten hätte er? Sind die Ölkonzerne politische überhaupt noch zu kontrollieren?
Die Frage ist doch verengt auf Öl gestellt, sie müsste lauten, wie viele Konzerne, sind Staaten ebenbürtig, oder sogar durch Lobbyismus und Bestechung so einflussreich, dass man von Überlegenheit sprechen kann. Meiner Meinung nach, ein bereits jetzt nicht mehr umkehrbarer Prozess. MfG. Rainer
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