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Schwere Wirtschaftskrise: Brasiliens Industrie schrumpft im Rekordtempo

Volkswagen-Autos in Brasilien (Archivbild): Jeder vierte Arbeitsplatz hängt an der Industrie Zur Großansicht
REUTERS

Volkswagen-Autos in Brasilien (Archivbild): Jeder vierte Arbeitsplatz hängt an der Industrie

Die brasilianische Wirtschaft befindet sich in einer schweren Krise. Die Industrie ist im vergangenen Jahr so stark eingebrochen wie seit 25 Jahren nicht.

Die Olympischen Sommerspiele treiben die Bürger auf die Straße, das Zika-Virus grassiert: Brasilien könnte ein paar gute Nachrichten gebrauchen. Doch stattdessen befindet sich das Land in der schwersten Wirtschaftskrise seit Anfang der Neunzigerjahre.

Wie dramatisch die Umbrüche sind, zeigt eine nun veröffentlichte Zahl zum Industriesektor: Dessen Wirtschaftskraft ist im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent geschrumpft - so stark wie seit 1990 nicht mehr. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Automobilindustrie mit 25,9 Prozent, wie die brasilianische Statistikbehörde mitteilte.

2014 war der gesamte Industriesektor bereits um 3 Prozent geschrumpft. Etwa jeder vierte brasilianische Arbeitsplatz hängt laut Weltbank an dem Sektor.

Nach einem Nullwachstum im Jahr 2014 war Brasilien 2015 endgültig in die Rezession gerutscht. Die Wirtschaft schrumpfte laut lateinamerikanischer Statistikbehörde Eclac um 3,5 Prozent. Der bisher siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt machen der niedrige Ölpreis, die schwache Landeswährung Real, politische Turbulenzen und der rückläufige Konsum zu schaffen.

sep/dpa

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