Wachstum Brexit-Unsicherheit bremst britische Wirtschaft

Die britische Wirtschaft ist zu Jahresbeginn kaum noch gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte in den ersten drei Monaten nur noch um 0,1 Prozent zu. Die Konjunktur ist damit so schwach, wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Waterloo Station in London
REUTERS

Waterloo Station in London


In Großbritannien ist das Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn praktisch zum Erliegen gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März lediglich um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde in London am Freitag mitteilte. Ende 2017 war die Wirtschaft um 0,4 Prozent gewachsen.

Die 0,1 Prozent Wachstum sind der niedrigste Quartalswert seit mehr als fünf Jahren. Ein Grund für die sich abschwächende Konjunktur ist nach Einschätzung von Experten die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem für Ende März 2019 geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Bremswirkung entfalteten aber auch die starken Schneefälle Ende Februar und Anfang März, die insbesondere Einzelhandelsgeschäfte und der Bau zu spüren bekamen.

Außerdem macht der britischen Wirtschaft die hohe Inflation zu schaffen, die unter anderem den privaten Konsum hemmt. Ein Grund für den Anstieg der Verbraucherpreise wiederum ist das schwache Pfund, das nach der Brexit-Ankündigung an Wert verlor und Importe verteuerte.

2017 war das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent gewachsen. Der Internationale Währungsfonds erwartet, dass Großbritannien in diesem Jahr mit einem Plus von 1,6 Prozent deutlich hinter das lange Zeit als konjunktureller Nachzügler geltende Frankreich zurückfällt. Zu Jahresbeginn wuchs die französische Volkswirtschaft um 0,3 Prozent und damit stärker als in Großbritannien.

mik/AFP



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