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Solarförderung: Bund und Länder einigen sich auf Kürzungen

Es war ein zäher Prozess: Bund und Länder streiten seit Monaten über die geplante Kürzung der Solarförderung. Jetzt hat eine Arbeitsgruppe aller Fraktionen einen Kompromiss gefunden. Die vom Bundestag beschlossenen Einschnitte kommen - es wird jedoch Abmilderungen geben.

Photovoltaik-Techniker: Bei großen Anlagen wird die Solarförderung weniger stark gekürzt Zur Großansicht
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Photovoltaik-Techniker: Bei großen Anlagen wird die Solarförderung weniger stark gekürzt

Berlin - Im Tauziehen zwischen Regierung und Bundesländern um Änderungen bei der Solarförderung ist eine Lösung in greifbarer Nähe. "Wir sind auf einem guten Weg. Ein Kompromiss könnte am Mittwoch im Vermittlungsausschuss gelingen", sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Inhalt der Einigung, die eine Arbeitsgruppe aller Fraktionen entwickelt hat: Die Kürzung der Solarförderung wird abgemildert, dafür gibt es eine Obergrenze, bis wann Subventionen fließen.

Thüringen, aber auch Sachsen-Anhalt und weitere Bundesländer hatten sich gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung gewandt. Schließlich war der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag angerufen worden.

Wie es am Dienstag aus Koalitions- und Oppositionskreisen hieß, ist nun für die Förderung eine Deckelung bei 52 Gigawatt an installierter Solarleistung geplant, die Förderung soll also auslaufen. Derzeit sind bereits Solaranlagen mit 28 Gigawatt am Netz. Am Mittwoch soll der Vermittlungsausschuss den Kompromiss beschließen.

Bei den geplanten Kürzungen soll es Abmilderungen geben. So soll es für größere Dachanlagen (10 - 40 Kilowatt) nicht so starke Einschnitte geben wie zunächst geplant. Für diese Photovoltaikanlagen, die etwa auf Bauernhöfen oder Lagerhallen angebracht werden, wird demnach eine eigene Förderkategorie geschaffen. Auf 20 Jahre garantiert könnte es hierfür 18,50 Cent je Kilowattstunde geben. Bei anderen Anlagen soll es bei Kürzungen um 20 bis über 30 Prozent bleiben. Kleine Dachanlagen erhalten demnach künftig 19,50 Cent je Kilowattstunde. Bisher sind es 24,43 Cent.

Experten fürchten noch mehr Billig-Solaranlagen

Die Bundesregierung soll dem Kompromiss zufolge rechtzeitig eine Regelung vorlegen, wie es weitergehen soll, wenn die 52 Gigawatt erreicht worden sind. Branchenkenner rechnen wegen der geplanten Obergrenze mit einem starken Zubau an größeren, mit chinesischen Billigmodulen bestückten Solarparks, da die Grenze in wenigen Jahren erreicht sein könnte.

Käme es zu einem solchen "Schlusskauf", weil Unternehmen und Bürger noch von der auf 20 Jahre garantierten Förderung profitieren wollen, dürften auch die Kosten für die Bürger stark steigen. Die deutschen Bürger zahlen die Solarförderung über den Strompreis mit. Schon 2010 und 2011 wurden mit Solaranlagen, die fast 15 Gigawatt liefern, deutlich mehr Anlagen gebaut, als von der Regierung beabsichtigt.

Die Förderkürzungen gelten rückwirkend zum 1. April und werden bei der Vergütung des Sonnenstroms im Laufe des Jahres verrechnet. Eine dem Kompromiss zufolge geplante Verringerung der Abstände zwischen Solarparks von vier auf zwei Kilometer könnte sich zusätzlich beschleunigend auf den Zubau auswirken. Davon würden große Solarparks profitieren, die fast nur mit China-Modulen bestückt werden. Ein zu rascher Ausbau könnte jedoch dazu führen, dass das Netz an seine Grenzen kommt und Solarparks zwangsweise abgeschaltet werden müssen.

Trotz der Kürzungen bleibt die Anschaffung wegen massiv gefallener Modulpreise attraktiv. Die Länder hatten wegen Sorgen um hiesige Solarfirmen den ursprünglichen Kürzungsvorschlag von Union und FDP im Bundesrat mit einer Zweidrittel-Mehrheit blockiert. Sie begrüßen nun besonders die neue Förderkategorie bei Dachanlagen.

Deutschland ist weltweit der wichtigste Markt für die Solarbranche. Vor allem wegen der Konkurrenz aus China warenin den vergangenen Monaten eine Reihe deutscher Firmen in Schwierigkeiten geraten. Auf der anderen Seite steht die Solarförderung seit Jahren in der Kritik, da die Anlagen mittlerweile jährlich mit fast sieben Milliarden Euro gefördert werden. Solarstrom trägt aber nur rund vier Prozent des deutschen Verbrauchs.

cab/dpa/Reuters

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insgesamt 56 Beiträge
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1.
Anhaltiner 26.06.2012
Ich finde kein Wort über die Eigenverbrauchsqoute. Es sollten ja nur noch 80% bei kleinen Anlagen vergütet werden - ist das so geblieben oder wurde das aufgehoben? bleibt es jetzt bei der zukünftigen monatlichen Kürzung?
2. Rechtsstaat D.
Buerger2010 26.06.2012
ist das der Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg? oder wie koennte man das besser formulieren?
3.
Thom-d 26.06.2012
Zitat von sysopDPAEs war ein zäher Prozess: Bund und Länder streiten seit Monaten über die geplante Kürzung der Solarförderung. Jetzt hat eine Arbeitsgruppe aller Fraktionen einen Kompromiss gefunden. Die vom Bundestag beschlossenen Einschnitte kommen - es wird jedoch Abmilderungen geben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,841037,00.html
Die jetzigen PV-Anlagen, die effektiv nur soviel Strom liefern wie 3 Atomreaktoren bekommen also pro Jahr 7 Milliarden Euro an Subventionen. Interessant. Für 7 Milliarden könnte man locker drei Reaktoren mit jeweils einem Gigawatt Leistung bauen. Also 30 in zehn Jahren. PV ist also zehnmal teurer als Atomstrom
4.
Thom-d 26.06.2012
Ich muß mich korrigieren. Bei eine Laufzeit von 50 Jahren für einen Reaktor ist PV-Strom nicht zehnmal so teuer sondern knapp 50 mal so teuer wie Atomstrom
5. Da
crocodil 26.06.2012
werden Milliarden verschleudert in die korrupten EU Länder - und hier im Land geht das Geld aus!!!
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Vor-/Nachteile der Energieträger
Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - SPIEGEL ONLINE zeigt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger.
Erdöl
Plus: Erdöl ist der Schmierstoff industrieller Volkswirtschaften. In Deutschland deckt Öl rund 35 Prozent des Energiebedarfs - so viel wie kein anderer Rohstoff. Im Verkehrssektor gibt es momentan kaum Alternativen zu Öl: Das bestehende Tankstellennetz ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet, die heute gängigen Motoren fahren fast nur mit diesen beiden Treibstoffen.

Minus: Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - und mit ihm der Spritpreis. Autofahrer mussten zeitweise mehr als 1,50 Euro für Benzin zahlen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert dadurch Milliardenbeträge, denn das Land ist fast völlig von Importen abhängig. Weltweit liegen die meisten Ölvorkommen in politisch heiklen Regionen wie dem Nahen Osten, Russland, Venezuela oder Nigeria. Versorgungskrisen kann man daher nicht ausschließen. Darüber hinaus ist Erdöl ein endlicher Rohstoff: Die bekannten Vorkommen gehen langsam zur Neige. Große neue Felder wurden in den vergangenen Jahren kaum entdeckt - und wenn, dann nur in schwierig zu erschließenden Gebieten wie der Arktis. Hinzu kommt die CO2-Problematik: Wenn Öl verbrannt wird, entsteht das Klimagas Kohlendioxid .
Erdgas
Plus: Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger - bei der Verbrennung entsteht weniger CO2 als bei Kohle oder Öl. Außerdem halten die Vorräte noch eine Weile: Die Reichweite der Gasvorkommen wird auf rund 60 Jahre geschätzt, bei Öl sind es nur 40 Jahre. Verfeinerte Fördertechniken machen zudem den Zugriff auf große neue Gas-Reservoirs möglich. Ein weiterer Vorteil: Gas kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Denn Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren - diese Flexibilität hilft, die Schwankungen beim Windstrom auszugleichen.

Minus: Weltweit verfügen nur wenige Länder über Gasvorkommen. Entsprechend groß sind die Abhängigkeiten - Deutschland bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Problematisch ist außerdem die noch immer weit verbreitete Bindung an den Ölpreis: Je teurer Erdöl wird, desto teurer wird auch Gas. Stromkonzerne klagen bereits, dass sich Gaskraftwerke kaum mehr rentieren. Private Haushalte kennen dasselbe Problem beim Heizen - Gas ist kaum günstiger als Öl. Auch beim Autofahren stellt Erdgas keine Alternative dar: Der aktuelle Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel liegt nur an der steuerlichen Begünstigung.
Kohle
Plus: Kohle gibt es fast überall auf der Welt - einseitige Importabhängigkeiten wie beim Gas sind deshalb nicht zu befürchten. Auch Deutschland verfügt über nennenswerte Ressourcen: Braunkohle lässt sich ohne Subventionen fördern, für Steinkohle ist dies bei weiter steigenden Preisen zumindest denkbar. Außerdem reichen die Vorräte so lange wie bei keinem anderen fossilen Energieträger: Schätzungen gehen von rund 200 Jahren aus. Kohle eignet sich vor allem zur Stromerzeugung in der Grundlast - rund 50 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken .

Minus: Kein Energieträger ist so klimaschädlich wie Kohle. Bei der Verbrennung entsteht rund doppelt so viel CO2 wie bei Gas. Problematisch könnte dies vor allem dann werden, wenn man bestehende Atomkraftwerke durch neue Kohlekraftwerke ersetzt - oder wenn Elektroautos künftig in großem Stil Kohlestrom tanken. Bedenklich sind außerdem die Arbeitsbedingungen, unter denen Kohle gefördert wird : Zu den größten Produzenten zählen China, Russland und Südafrika - Länder, in denen immer wieder Bergleute ums Leben kommen.
Atomenergie
Plus: Kernkraftwerke produzieren - wenn sie einmal gebaut sind - günstigen Strom. Der Rohstoff Uran wird nur in geringen Mengen verbraucht, so dass die laufenden Betriebskosten gering sind. Atomstrom kann in der Grundlast eingesetzt werden, also unabhängig von kurzfristigen Wetterschwankungen. In Frankreich wird Atomstrom auch zum Heizen verwendet, langfristig könnten so auch Elektroautos betrieben werden. Bei der Kernenergie wird kaum CO2 freigesetzt. Sie ist damit klimafreundlicher als Kohle oder Gas.

Minus: Der größte Nachteil der Atomenergie ist das Risiko eines GAUs. Selbst wenn man dafür eine geringe Wahrscheinlichkeit unterstellt - der Schaden wäre enorm. Die Katastrophe in Tschernobyl war nur ein Vorgeschmack dessen, was im dicht besiedelten Mitteleuropa passieren würde: Tausende Opfer, auf ewig verseuchte Landstriche, Vermögensverluste in zigfacher Milliardenhöhe. Hinzu kommt die ungelöste Frage der Endlagerung : Obwohl die Kernenergie seit rund 50 Jahren genutzt wird, gibt es bis heute keine dauerhafte Deponie für die verstrahlten Abfälle. Ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann, ist umstritten: Der Atommüll strahlt zum Teil mehr als 100.000 Jahre lang - was in dieser Zeit alles passiert, kann niemand vorhersagen. In jüngster Zeit wird ein weiteres Problem immer häufiger diskutiert: Was geschieht, wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Kernkraftwerk verüben? Oder wenn sie in den Besitz von spaltbarem Material gelangen? Sicherheitsexperten haben auf diese Fragen keine abschließende Antwort.
Wasser
Plus: Die Wasserkraft ist sehr umweltfreundlich - mit geringem Eingriff in die Natur lässt sich günstig Energie gewinnen. Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Außerdem lässt sich in Stauseen sehr gut Energie speichern: Bei einem Überangebot an Strom wird Wasser nach oben gepumpt. Bei Bedarf wird es dann abgelassen, um die Turbinen anzutreiben.

Minus: In Deutschland ist das Potential der Wasserkraft so gut wie ausgeschöpft. Fast jeder Fluss hat ein Kraftwerk, ebenso fast jeder See. Im Ausland wiederum ist die Wasserkraft zum Teil in Verruf geraten: Riesenprojekte wie der Jangtse-Staudamm in China zerstören die Natur in großem Stil.
Wind
Plus: Von allen erneuerbaren Energien ist die Windkraft in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Auch in Zukunft hat die Branche großes Wachstumspotential - vor allem offshore, also in Windparks auf dem Meer . Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnismäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz nur wenig mehr Förderung als der Preis für konventionellen Strom an der Energiebörse hoch ist. Zum Vergleich: Solarstrom wird weit höher vergütet.

Minus: Kritiker halten Windräder für eine Verschandelung der Landschaft. Außerdem weht der Wind sehr unzuverlässig: Bei einer starken Brise wird das deutsche Stromnetz überlastet, bei Flaute muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden. Praktikable Speicher für Windenergie gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil: Starker Wind bläst vor allem in Norddeutschland, die großen Verbrauchszentren liegen aber im Süden und Westen. Um den Strom abzutransportieren, sind zahlreiche neue Leitungen nötig .
Sonne
Plus: Die Sonne ist nach menschlichen Maßstäben eine ewige Energiequelle , und sie scheint für jeden umsonst. Hätten alle Dächer Deutschlands eine Solaranlage, könnte so ein großer Teil des hiesigen Strombedarfs gedeckt werden - klimaschonend und unabhängig von Importen. Darüber hinaus lässt sich das Sonnenlicht auch zur Warmwasserbereitung nutzen: Mit Solarkollektoren kann man herkömmliche Heizungen ergänzen und so die Energiekosten drücken.

Minus: Die Sonne hat den gleichen Nachteil wie der Wind - ihre Energie lässt sich nicht zu jeder Uhrzeit nutzen. Das größte Problem ist jedoch der Preis: Solarstrom kostet viel mehr als konventioneller Strom. Und trotz milliardenschwerer Subventionen leistet Sonnenenergie bislang nur einen geringen Beitrag zur deutschen Stromversorgung: Schätzungen schwanken zwischen einem um zwei Prozent. Damit die Photovoltaik in Mitteleuropa wettbewerbsfähig wird, müsste es eine technische Revolution geben - oder die Preise für konventionelle Energie müssten dramatisch steigen.
Biomasse
Plus: Holz, Stroh, Mais - beim Verbrennen dieser Stoffe wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher der Atmosphäre entzogen haben. Biomasse lässt sich in vielen Bereichen einsetzen: zum Heizen (beispielsweise mit Holzpellets), zum Autofahren (mit Biodiesel oder Bioethanol ) oder zur Stromerzeugung (mit Biogas). Der große Vorteil: Biomasse ist gespeicherte Energie. Man kann also frei entscheiden, wann man sie nutzen möchte - anders als bei Wind- oder Solarkraft. Ein weiterer Pluspunkt: Energiepflanzen, die in Deutschland wachsen, reduzieren die Abhängigkeit von Importen.

Minus: In jüngster Zeit gerät die Bioenergie massiv in die Kritik. Denn die Pflanzen benötigen enorme Anbauflächen - und treten damit in direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Gerade bei Biotreibstoffen wird das zum Problem: Lässt es sich moralisch rechtfertigen, dass die Reichen Mais tanken - während die Armen hungern? Hinzu kommt ein gigantisches Mengenproblem: Wollte Deutschland seinen gesamten Benzin- und Dieselbedarf mit Biokraftstoffen decken, wäre dafür eine Fläche nötig, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik. Das Gleiche gilt fürs Heizen: Sollten alle Bundesbürger auf Holzpellets umsteigen, würde der deutsche Wald dafür nicht reichen - erneut wären Energie-Importe nötig.
Erdwärme
Plus: Die Wärme im Erdinneren steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lässt sich sowohl zum Heizen als auch zur Stromerzeugung nutzen. Gäbe es keine Probleme mit der Bohrtechnik, könnte die Geothermie den gesamten deutschen Energiebedarf decken.

Minus: In Deutschland muss man Hunderte oder gar Tausende Meter tief bohren, um ein ausreichendes Temperaturniveau zu erreichen. Die Kosten der Geothermie sind deshalb sehr hoch. Mancherorts gibt es außerdem Probleme mit dem Grundwasser. Andere Länder sind hier aus geologischen Gründen in einer besseren Position: Island zum Beispiel deckt seinen Energiebedarf zum Großteil mit der Wärme aus dem Erdinneren.

Sinkende Anlagenpreise
Der Preis einer Solaranlage wird oft in Kilowattpeak angegeben. Kilowattpeak gibt die Leistung an, die ein Solarmodul bei voller Sonnenbestrahlung erreichen kann. Derzeit werden kleine Dachanlagenanlagen schon für 1800 Euro pro Kilowattpeak verkauft. Nun sinken die Preise für Solarmodule rapide, durch Massenproduktion und den technischen Fortschritt. UBS-Analyst Patrick Hummel geht davon aus, "dass das Kilowattpeak in der zweiten Jahreshälfte für 1400 bis 1500 Euro zu haben ist".

Bei großen Freiflächenanlagen sinken die Preise noch weiter. Hier liegen die Modulpreise im Großhandel derzeit um die 70 Cent pro Watt. Bis zum Sommer rechnen Analysten mit einem Preisrückgang auf 55 Cent pro Watt, dazu mit sonstigen Kosten von 65 Cent pro Watt für eine solche Anlage. Insgesamt also mit Kosten von 1200 Euro pro Kilowattpeak. Bei einem Fremdkapitaleinsatz von 80 Prozent ergibt sich aus diesen Werten nach der Förderkürzung eine Eigenkapitalrendite von sechs Prozent.

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