Bericht der Bundesbank Deutsche horten so viel Geldvermögen wie noch nie

So reich waren die Deutschen noch nie: Trotz Krise haben die Bundesbürger ihr Geldvermögen vermehrt - wenn auch nicht mehr so rasant wie bislang. Insgesamt haben sie in Form von Bargeld, Wertpapieren und Bankeinlagen mehr als fünf Billionen Euro auf der hohen Kante.

Einkaufstüten: Die Deutschen haben mehr als 5 Billionen Euro Geldvermögen
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Einkaufstüten: Die Deutschen haben mehr als 5 Billionen Euro Geldvermögen


Frankfurt am Main - Die Zinsen sind derzeit auf extrem niedrigen Niveau - dennoch mehren die Deutschen zumindest im Schnitt ihr Geld. Zum Ende des zweiten Quartals kletterte das Geldvermögen der privaten Haushalte im Vergleich zum Vorquartal um 23 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent auf den Rekordwert von 5,027 Billionen Euro, teilte die Bundesbank mit. Zum Geldvermögen zählen Bargeld, Wertpapiere, Bankeinlagen oder Ansprüche gegenüber Versicherungen. Dagegen sind Immobilien oder Kunstwerke in der Statistik nicht enthalten.

Allerdings wächst das Geldvermögen in der Bundesrepublik nicht mehr so schnell wie noch im Zeitraum von Januar bis März, als es um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zulegte. Denn die Deutschen setzen vor allem auf sichere Bankeinlagen, die kaum Zinsen bringen. Im Gegensatz dazu trennten sie sich von April bis Juni im Saldo von Aktien, obwohl die Kurse seit fast zwei Jahren in die Höhe schießen.

Von zwei auf fünf Billionen in 20 Jahren

Gleichzeitig nutzten die Privathaushalte das historisch niedrige Zinsniveau zur Kreditaufnahme. Laut Bundesbank wurden im zweiten Quartal Kredite im Wert von sechs Milliarden Euro aufgenommen, vor allem Wohnungsbaukredite. Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten der Haushalte um knapp 0,3 Prozent auf 1,57 Billionen Euro. Das Nettogeldvermögen erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorquartal um 17 Milliarden Euro auf 3,457 Billionen Euro.

In der Regel wächst das Geldvermögen der Deutschen stetig. Vor 20 Jahren hatte es noch einen Wert von 2,019 Billionen Euro, im Frühjahr 2003 waren es 3,694 Billionen Euro. Nur selten schrumpfte das Geldvermögen, etwa im dritten Quartal 2011. Damals nagten die Turbulenzen an den Börsen am Wohlstand der Aktionäre.

fdi/dpa



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insgesamt 37 Beiträge
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Palmstroem 28.10.2013
1. Das ist nicht alles
Zitat von sysopDPASo reich waren die Deutschen noch nie: Trotz Krise haben die Bundesbürger ihr Geldvermögen vermehrt - wenn auch nicht mehr so rasant wie bislang. Insgesamt haben sie in Form von Bargeld, Wertpapieren und Bankeinlagen mehr als fünf Billionen Euro auf der hohen Kante. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesbank-bericht-geldvermoegen-der-deutschen-auf-rekordstand-a-930501.html
... dazu kommen noch mal fast 10 Billionen Immobilienvermögen und 6 Billionen an Ansprüchen aus Pensionen und Renten.
farview 28.10.2013
2. Propaganda vom Feinsten
Zitat von sysopDPASo reich waren die Deutschen noch nie: Trotz Krise haben die Bundesbürger ihr Geldvermögen vermehrt - wenn auch nicht mehr so rasant wie bislang. Insgesamt haben sie in Form von Bargeld, Wertpapieren und Bankeinlagen mehr als fünf Billionen Euro auf der hohen Kante. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesbank-bericht-geldvermoegen-der-deutschen-auf-rekordstand-a-930501.html
Dieser Artikel ist der blanke Hohn für 90 % der Menschen in Deutschland, die unter immer teureren Nahrungsmittel-, Heiz- Strom- und Versicherungskosten leiden. 40 % der Deutschen sind zudem von Altersarmut bedroht. Dass die 3 % Hansel, die über ausreichend Kapital verfügen um von Anlagenotstand in den DAX reich zu werden als "die Deutschen" im Artikel tituliert werden ist - ich wiederhole mich gerne - der blanke Hohn.
renee gelduin 28.10.2013
3.
Zitat von sysopDPASo reich waren die Deutschen noch nie: Trotz Krise haben die Bundesbürger ihr Geldvermögen vermehrt - wenn auch nicht mehr so rasant wie bislang. Insgesamt haben sie in Form von Bargeld, Wertpapieren und Bankeinlagen mehr als fünf Billionen Euro auf der hohen Kante. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesbank-bericht-geldvermoegen-der-deutschen-auf-rekordstand-a-930501.html
Im Zusammenhang mit Wertpapieren, Bankeinlagen etc. von "horten" zu sprechen zeugt von einer peinlichen Inkompetenz was Wirtschaftsverständnis angeht. Bei Bargeld mag horten ja noch funktionieren. Bankeinlagen mögen strittig sein, weil das Geld nur teilweise anderen zur Verfügung egstellt wird. Spätestens jedoch bei Wertpapieren sollte jedem klar sein, dass hier nichts gehortet wird.
mueller1 28.10.2013
4. 42
Dieser Satz wäre eine würdige Antwort von Deep Thought: "Das Nettogeldvermögen erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorquartal um 17 Milliarden Euro auf 3,457 Billionen Euro." Diese Information ist doch fast völlig sinnfrei. Es wird keine Aussage getroffen wie das Vermögen verteilt ist und wofür das Geld gespart wird. Wird das Geld für eine zusätzliche private Altervorsorge benötigt, so ist der private Vermögenszuwachs ein Trugschluß. Ebenso verhält es sich, wenn die Inflation den Vermögenszuwachs wieder auffrißt.
emeticart 28.10.2013
5. Was soll das?
Hören Sie auf von den "Deutschen" zu schreiben! Nie ging es der Mittelschicht so beschissen, wie Heute, nie waren so viele Menschen direkt von Armut in Deutschland betroffen, wie Heute! Was soll diese neoliberale Propaganda? Meinen Sie, wenn man LÜGEN oft genug wiederholt, werden sie wahrer? WER wird immer REICHER? Ganz einfach: die paar Prozent Reiche!!! MfG
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