Halbjahresbilanz Bundesländer machen 15 Milliarden Euro Überschuss

Die Einnahmen wachsen viel schneller als die Ausgaben: Die Bundesländer haben nach SPIEGEL-Informationen in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich mehr Geld eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Nur zwei Länder rutschten ins Minus.

Fahnen der Bundesländer
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Fahnen der Bundesländer

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Die deutschen Bundesländer haben in der ersten Jahreshälfte 2018 einen Haushaltsüberschuss von 15,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das zeigt eine Aufstellung des Bundesfinanzministeriums, die dem SPIEGEL vorliegt. Demnach konnten die 16 Länder ihr Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum zusammen um 10,4 Milliarden Euro verbessern.

Ein Minus verzeichneten nur das Saarland (-136,6 Millionen) und Sachsen-Anhalt (-81,0 Millionen). Am höchsten fiel der Überschuss in Bayern (3,2 Milliarden) aus, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (2,2 Milliarden Euro) und Niedersachsen (1,9 Milliarden).

Insgesamt kommen die westlichen Bundesländer auf Überschüsse von 10,4 Milliarden Euro, die Ostländer von knapp 2,1 Milliarden. Die Stadtstaaten verzeichneten zusammen ein Plus von drei Milliarden.

Die positive Entwicklung ist vor allem der guten wirtschaftlichen Lage zu verdanken. Mit 6,5 Prozent stiegen die Steuereinnahmen deutlich schneller als die Ausgaben, die um nur 0,8 Prozent zulegten. Zudem profitieren die Länder von niedrigen ZInskosten, die um 8,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen.

Die Regierungen der Länder stehen allerdings auch unter Spardruck. Ab 2020 verbietet ihnen die sogenannte Schuldenbremse die Aufnahme neuer Kredite, sofern sie nicht von Naturkatastrophen oder einer anderen Notsituation betroffen sind.



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