Mehreinnahmen von rund 2,5 Milliarden Euro Bundestag erhöht Lkw-Maut

Vor allem für laute und schwere Lastwagen wird die Fahrt über deutsche Straßen im neuen Jahr teurer. Elektro-Lkw und gasbetriebene Fahrzeuge sind hingegen vorerst von der Maut befreit.

Maut-Schild für Lkw in Brandenburg (Archivbild)
DPA

Maut-Schild für Lkw in Brandenburg (Archivbild)


Der Bundestag hat am Donnerstagabend eine Anhebung der Mautsätze zum 1. Januar 2019 beschlossen. Erstmals werden damit auch die Kosten der Lärmbelastung durch Lastwagen in die Berechnung einbezogen. Durch die Berücksichtigung der Gewichtsklassen wird zudem die stärkere Straßen-Belastung durch schwere Fahrzeuge in Rechnung gestellt. Gleichzeitig werden Elektro-Lkw und gasbetriebene Fahrzeuge vorerst von der Maut befreit.

Durch die neuen Sätze und die schon seit Juli geltende Ausweitung der Maut auf alle Bundesstraßen erwartet der Bund künftig Einnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind rund 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher.

Die Opposition unterstützte den Gesetzentwurf der Großen Koalition nicht. Die AfD kritisierte unter anderem die einseitige Bevorzugung bestimmter Technologien wie der Elektro-Lkw. Die FDP beklagte die finanzielle Belastung des mittelständischen Transportgewerbes.

Die Grünen hatten sich bereits im Vorfeld für Änderungen stark gemacht. Ihr Verkehrspolitiker Stephan Kühn bemängelte, die Lärmkosten würden dem Lkw-Verkehr bei der Maut nur zu 28 Prozent angelastet - das sei zu wenig: "Der Straßengüterverkehr sorgt für Belastungen durch Lärm und Abgase und muss die Kosten dafür vollständig tragen."

aar/dpa

insgesamt 17 Beiträge
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ulrics 19.10.2018
1. Deckt das auch nur
annähernd die Kosten für Straßenreparaturen entstehen. LKW machen unsere Straßen kaputt, auch in Städten wo sie von Mautrouten abweichen um auf Kosten der Allgemeinheit zu sparen.
Supertramp 19.10.2018
2. warum Erdgas LKW von der Steuer befreien?
Ein neuer Diesel LKW kann ähnlich sauber fahren... da wurde nämlich nicht bei Prüfstand Messungen geschlafen. Auch Bremsassitent und Sicherheits Systeme sollten gefördert werden... später dann alles auf die Schiene
lksteam 19.10.2018
3. Leider hindert das die LKW Fahrer nicht daran...
...trotzdem von der Autobahn runter zufahren und die Bundesstraßen zublockieren und vollzustopfen. Nee, sie werden jetzt erst recht runterfahren. Klar gibt es jetzt auch die Maut auf Bundesstraßen aber anscheinend nicht überall bzw sie wird nicht konsequent überall umgesetzt. Ich muß jeden Tag die Autobahn nutzen um an die Arbeit zukommen. Das letzte Stück Heim geht über eine Bundestraße. Dieses Teilstück nutzen sehr viele LKWs um drei Mautpassagen zuumfahren. Ich sehe es jeden Tag, sie fahren mit mir ab, fahren durch den Ort um dann bei der nächsten Auffahrt wieder auf die Autobahn zufahren. Der Weg ist werder kürzer noch für LKWs gut zufahren. Hier geht es nur darum keine Maut zubezahlen. Und das müsste erstmal gestoppt werden.
lksteam 19.10.2018
4. Leider hindert das die LKW Fahrer nicht daran...
...trotzdem von der Autobahn runter zufahren und die Bundesstraßen zublockieren und vollzustopfen. Nee, sie werden jetzt erst recht runterfahren. Klar gibt es jetzt auch die Maut auf Bundesstraßen aber anscheinend nicht überall bzw sie wird nicht konsequent überall umgesetzt. Ich muß jeden Tag die Autobahn nutzen um an die Arbeit zukommen. Das letzte Stück Heim geht über eine Bundestraße. Dieses Teilstück nutzen sehr viele LKWs um drei Mautpassagen zuumfahren. Ich sehe es jeden Tag, sie fahren mit mir ab, fahren durch den Ort um dann bei der nächsten Auffahrt wieder auf die Autobahn zufahren. Der Weg ist werder kürzer noch für LKWs gut zufahren. Hier geht es nur darum keine Maut zubezahlen. Und das müsste erstmal gestoppt werden.
karrli 19.10.2018
5. Maut
Irgendwie muß ja der aufgeblasene Bundestag nach der nächsten Wahl finanziert werden.
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