Wahlkampf CDU will Banker-Boni begrenzen

Die SPD verschärft ihren Kurs gegen die Finanzindustrie, nun droht auch die CDU der Branche: Fraktionsvize Meister sprach sich für eine Deckelung der Manager-Boni aus. Banken zu zerschlagen, lehnte er dagegen ab.


Hamburg - Die Union nimmt im Wahljahr den Finanzsektor ins Visier und will beispielsweise Sonderzahlungen für Top-Banker strikt begrenzen. Eine Trennung von Investment- und Geschäftsbanken, wie von SPD und Grünen gefordert, erteilte Fraktionsvize Michael Meister dagegen eine Absage.

"Statt wie Rot-Grün polemisch den Finanzsektor zerschlagen zu wollen und damit eine tiefe Verwerfung in der Realwirtschaft in Kauf zu nehmen, müssen wir an der eigenverantwortlichen Bankenrestrukturierung, dem Verbot des Eigenhandels oder der Begrenzung von anreizfeindlichen Boni arbeiten", sagte der CDU-Politiker "Handelsblatt Online".

Die SPD hat indes ihren Kurs gegenüber Banken verschärft. In einem Entwurf für eine Bundesratsinitiative fordern die Sozialdemokraten eine Verschärfung des Kreditwesengesetzes, um Geldinstituten, die in Deutschland Steuerflucht begünstigen, leichter die Lizenz entziehen zu können.

cte



insgesamt 8 Beiträge
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wohlmein 03.01.2013
1. Meister im Sprüche klopfen und Wähler veräppeln?
Zitat von sysopDie SPD verschärft ihren Kurs gegen die Finanzindustrie, nun droht auch die CDU der Branche: Fraktionsvize Meister sprach sich für eine Deckelung der Manager-Boni aus. Banken zu zerschlagen, lehnte er dagegen ab. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/cdu-fraktionsvize-meister-will-banker-boni-begrenzen-a-875502.html
Die Höhe der Boni bestimmen immernoch die AKTIONÄRE! Will die CDU sich etwa einkaufen - und lehnt es deshalb ab, daß - wie noch vor 20 Jahren - Investmentbanken und Geschäftsbanken wieder getrennt werden? Heißt das etwa, daß sie den Statusquo unbedingt erhalten wollen, damit sie mit Ackermännern weiterhin Bundespartys feiern können, während wir da unten um unser Erspartes zittern? Nette Volkspartei ! Die brauchen wir.
a-lausbua 03.01.2013
2. Wahlen 2013
ja ja man kann es nicht mehr überehen , die Wahlen sten vor der Tür und jetzt wollen Sie alle due "gut menschen sein" wollen alle für uns das Volk da sein.... Alles LÜGEN !!!!
BettyB. 03.01.2013
3. Steinbrück wirkt...
Wenigstens verbal... Was Mutti dann daraus machen würde, steht auf einem ganz anderen Blatt...
buntesmeinung 03.01.2013
4. Zeit genug
hätten sie gehabt. Dass Manager-Boni in unanständige Höhen geschnellt sind, ist doch weiß Gott kein neues Phänomen. Vor der Wahl Versprechen abgeben, auch nichts Neues. Nur nach der Wahl gab es immer wieder Gründe, die Versprechen nicht einzulösen. Seit Beginn der Krise (immerhin 2008) hören wir im übrigen von allen Politikern, dass etwas zur besseren Regulierung der Finanzmärkte geschehen soll. Den vollmundigen Worten sind bisher aber kaum Taten gefolgt. Augenwischerei. Volksbeschwichtigung. Sonst nichts. Natürlich werden die Boni von den Aktionären abgesegnet, aber der Staat hat zumindest die Möglichkeit, das über Steuergesetzgebung unattraktiv für beide Seiten zu machen. Weshalb die Trennung der Banken zu Verwerfungen in der Realwirtschaft führen soll, muss der gute Meister erst einmal erklären. Immerhin hat das früher hervorragend funktioniert. Fazit: Dieser Vorstoss überzeugt mich aber nicht die Bohne, verehrter Herr Meister!
weltoffener_realist 03.01.2013
5. Ablenkungsmanöver
Zitat von sysopDie SPD verschärft ihren Kurs gegen die Finanzindustrie, nun droht auch die CDU der Branche: Fraktionsvize Meister sprach sich für eine Deckelung der Manager-Boni aus. Banken zu zerschlagen, lehnte er dagegen ab. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/cdu-fraktionsvize-meister-will-banker-boni-begrenzen-a-875502.html
Interessant wäre in dem Zusammenhang doch mal, was in den letzten Jahren eigentlich zur Risikoprävention in den Landesbanken passiert ist. Die sind in der Finanzkrise bekanntlich gleich als erste auf die Nase gefallen. Waren da ebenfalls horrende Boni die Ursache? Das Aufklärungsinteresse der Politik ist logischerweise gleich Null und stattdessen werden die Wähler mit Kampagnen gegen die Deutsche Bank in die Irre geführt.
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