Krawalle in Chemnitz Wirtschaftsminister spricht von Schaden für Standort Sachsen

"Da brauchen wir nicht drumherum zu reden": Sachsens Wirtschaftsminister Dulig befürchtet nach den Krawallen in Chemnitz negative Folgen für den Wirtschaftsstandort. Bei Unternehmen sei Verunsicherung spürbar.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)
DPA

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU)


Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig sieht in den Ausschreitungen von Chemnitz einen Nachteil für den Wirtschaftsstandort Sachsen. "Da brauchen wir nicht drumherum zu reden, das ist ein Schaden, der entstanden ist", sagte der SPD-Politiker in Dresden. Bei sächsischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten sei Verunsicherung spürbar.

Die Sachsen könnten aber nun dafür sorgen, dass daraus kein irreparabler Schaden werde. "Ich möchte, dass wir uns zu einem Land entwickeln, von dem man sagt: Hey, die haben 2018 was verstanden. Dort lohnt es sich zu studieren, eine Ausbildung zu machen, zu arbeiten, zu forschen, zu investieren. Wir haben es jetzt in der Hand, dass das funktioniert."

In Chemnitz war vor knapp zwei Wochen ein 35-Jähriger mutmaßlich von Ausländern erstochen worden. Danach kam es tagelang zu Demonstrationen von Rechtsgerichteten und Neonazis sowie zu Gegenprotesten. Zwei 22 und 23 Jahre alte Tatverdächtige befinden sich in Untersuchungshaft, nach einem weiteren wird gefahndet.

Im Video: Die Hintermänner der Chemnitz-Krawalle

SPIEGEL TV

mik/dpa



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