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China & Co. als Helfer: Europa exportiert seine Schulden in die Welt

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China soll helfen, ebenso der IWF und andere Investoren: Merkel und Sarkozy wollen Euro-Retter in der ganzen Welt rekrutieren. Geld haben die möglichen Unterstützer genug - doch Europa müsste dafür einen hohen Preis zahlen.

Frankreichs Präsident Sarkozy, Kanzlerin Merkel: Schulden globalisieren Zur Großansicht
DPA / Bundesregierung

Frankreichs Präsident Sarkozy, Kanzlerin Merkel: Schulden globalisieren

Hamburg - Europas Schuldenkrise ist zuletzt immer schlimmer geworden. So schlimm, dass der alte Kontinent sich offenbar außerstande sieht, sein Schuldenproblem aus eigener Kraft zu lösen - und sich nun Hilfe von Pensionsfonds, Hedgefonds und Staaten in aller Welt holen will.

Mit Italien steht die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone am Abgrund; rund 1,8 Billionen Euro Schulden drücken das Reich des Noch-Regenten Silvio Berlusconi. Das Land versucht sich gesundzusparen, doch die Risikoaufschläge für seine Staatsanleihen steigen bedenklich.

Die Verbündeten in der EU stehen deshalb vor einem Problem. Zwar gibt es den Rettungsschirm EFSF, doch der ist für Italiens Schuldenproblem zu klein. 440 Milliarden Euro Kredite kann er insgesamt vergeben, rund 250 Milliarden sind noch nicht in Rettungspaketen für andere Staaten verplant. Italien aber muss sich allein bis Ende des kommenden Jahres 368 Milliarden Euro beschaffen, um alte Staatsanleihen durch neue abzulösen.

Den EFSF kann Europa so schnell nicht aufstocken; das haben die Staaten gerade erst getan, nach wochenlangem Abstimmungsmarathon in zahlreichen nationalen Parlamenten. Also sucht man sich anderswo neue Verbündete, außerhalb Europas.

Damit neue Investoren den Euro mit retten können, bedient man sich eines Finanzkniffs, dem sogenannten Hebel. Bis Ende November sollen zwei Modelle ausgearbeitet werden: ein Versicherungsmodell und ein Geldtopfmodell ( Details finden Sie hier).

Beide Modelle haben eine Gemeinsamkeit: Der Euro-Rettungsfonds soll für die Anleihen nicht mehr komplett garantieren, sondern nur noch für einen Teil der möglichen Verluste, die entstehen, wenn ein Land nicht mehr all seine Schulden zurückzahlen kann. Der EFSF könnte zum Beispiel nur noch 25 Prozent der Verluste absichern und so mit seinen 250 Milliarden Euro Staatsanleihen im Wert von annähernd einer Billion Euro absichern (abzüglich der Zinsen, die der EFSF für die eigenen Anleihen zahlt).

Potentielle Retter gibt es genug - denn die anderen Staaten haben Interesse daran, Europa zu helfen. Europa ist neben China und den USA einer der weltgrößten Binnenmärkte. Bei einer Krise sinkt die Nachfrage, und der Rest der Welt kann weniger exportieren. Das will keiner, und so stehen die Chancen gut, dass die anderen Europa helfen.

Europas Schuldenkrise ist längst global - jetzt globalisiert Europa eben auch seine Schulden. Man will sie in die weite Welt hinaushebeln.

Allerdings hat dies große machtpolitische Folgen. Denn das Geld würde vor allem aus Staatsfonds kommen, und die gibt es vor allem in Ländern mit einer problematischen Auffassung von Menschenrechten, Religionsfreiheit oder der Gleichstellung der Frau. "Mit dem Hebel würden vor allem undemokratische Länder angezapft", moniert Daniel Gros vom Centre for European Studies.

Wer kann Europa also helfen? Eine Übersicht über potentielle Retter - und die möglichen Forderungen, mit denen sie ihre Finanzhilfen verknüpfen könnten.

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insgesamt 149 Beiträge
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1. China
Medienkritiker 28.10.2011
Zitat von sysopChina soll helfen, der IWF und viele andere Investoren: Merkel und Sarkozy wollen*Euro-Retter in der ganzen Welt rekrutieren. Geld haben die möglichen Unterstützer genug - doch Europa müsste dafür einen hohen Preis zahlen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,794391,00.html
Gut so! damit ist dann auch die ewig bange Frage erledigt, ob der Dalai-Lama vorm Bundestag sprechen darf... künftig wird er schon an den EU-Aussengrenzen zur Umkehr gebeten;) schließlich gibt es in Afrika auch genug zu tun!
2. ?
Toerpe Schweiz 28.10.2011
Ach so. Die Schulden werden exportiert. Dann ist ja alles gut. Wer genau hat denn nach dem Export die Schulden? Manchmal fragt man sich schon beim SPON ....
3. 1²³
cp³, 28.10.2011
Zitat von sysopChina soll helfen, der IWF und viele andere Investoren: Merkel und Sarkozy wollen*Euro-Retter in der ganzen Welt rekrutieren. Geld haben die möglichen Unterstützer genug - doch Europa müsste dafür einen hohen Preis zahlen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,794391,00.html
Der europäische Steuerzahler wird vor allem für die Bankster zahlen. Weniger Bildung, weniger Soziales, weniger Infrastruktur - Hauptsache die Bankster bekommen ihre Boni. Lieber Michel, lass dich schön weiter verladen von Bild, Spiegel, NTV, N24 und wie sie alle heißen! http://www.wdr.de/tv/monitor/
4. hoher Preis
gzollt 28.10.2011
Zitat von sysopChina soll helfen, der IWF und viele andere Investoren: Merkel und Sarkozy wollen*Euro-Retter in der ganzen Welt rekrutieren. Geld haben die möglichen Unterstützer genug - doch Europa müsste dafür einen hohen Preis zahlen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,794391,00.html
... und liefert sich aus dem Tyrannen ...
5. Alles geschmacklose Schönfärberei + Verhöhnung des Bürgers
Sapientia 28.10.2011
Zitat von sysopChina soll helfen, der IWF und viele andere Investoren: Merkel und Sarkozy wollen*Euro-Retter in der ganzen Welt rekrutieren. Geld haben die möglichen Unterstützer genug - doch Europa müsste dafür einen hohen Preis zahlen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,794391,00.html
Die EU-Politiker waren zu dumm, die EU sicher zu verwalten, deren Kreditgeber stehen kurz vor der Pleite und nun geht die Idee: EU in der Finanzwelt hausieren, um die EU hochzuhalten, die voller Metastasen ist, um letztlich den wehrlosen Steuerzahler weiter mit Abgabenanordnungen via Gesetzgebung zu erpressen.
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