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Kommissionsbericht: China ist Marktführer bei Fälschungen in der EU

Die Palette reicht von Zigaretten bis zu Medizin: Fast zwei Drittel aller Produktfälschungen, die in der EU entdeckt werden, stammen aus China. Auch Bulgarien und die Türkei sind beim Export von Imitaten weit vorne.

Ein Exportschlager: Gefälschte Anabolika und Schlankheitsmittel Zur Großansicht
dapd

Ein Exportschlager: Gefälschte Anabolika und Schlankheitsmittel

Brüssel - Urheberrechte spielen in China bislang keine große Rolle, seit Jahren kämpfen westliche Unternehmen dort weitgehend vergeblich gegen Kopien ihrer Produkte. Dass die Chinesen auch beim Export von Fälschungen führend sind, zeigt der Jahresbericht der EU-Kommission über den Schutz geistigen Eigentums. Demnach kamen gut 64 Prozent der vom Zoll abgefangenen Waren aus China. Am Gesamtwert der Produktfälschungen in Höhe von knapp einer Milliarde Euro hatte das Land 2012 sogar einen Anteil von 77 Prozent.

70 Prozent der illegalen Einfuhren wurden bei Postkontrollen entdeckt. Allein in 23 Prozent dieser Fälle ging es um gefälschte Medikamente. Den insgesamt größten Anteil an den nachgemachten Produkten hatten mit 31 Prozent Zigaretten. Außer China waren unverändert Hongkong, Bulgarien und die Türkei führend beim Export von gefälschten Produkten.

Der EU-Bericht spricht von etwa 40 Millionen Waren, mit denen Urheber- oder Markenrechte verletzt wurden. Im Jahr zuvor waren es 144 Millionen. Der Unterschied beruht den Angaben zufolge auf einigen wenigen großen Exporten mit sehr vielen Waren. Die Zahl von 90.000 entdeckten Fällen lag nur knapp unter der des Vorjahres.

dab/dpa

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insgesamt 31 Beiträge
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1. Tolle Erkenntnis...
belohorizonte 05.08.2013
wer fängt jetzt die Mafia ein ? EU Staaten in der Hand der Zigraettenmafia , Vertiebskanäle zusammen mit dem Drogenhandel. Aufgedeckt wird ja zwischen Rumaenien, Griechenland, Albanien, Kosovo-Serbien nichts. Ob die EU mal reagiert und den Hintern hebt ?
2. .
Niederbayer 05.08.2013
Schuld sind hier immer zwei. Diejenigen, die Fälschungen herstellen und diejenigen, die sie kaufen. Meistens geht es aber leider nur den Herstellern an den Kragen. Wenn ich aber so sehe, was der durchschnittliche Urlaubsflieger aus der Türkei so alles dabei hat, fehlen mir die Worte. Wenn ich mir das original BVB oder Bayer oder irgendwas Trikot nicht kaufen kann, dann ist das eben so. Gleiches gilt für Modemarken, Uhren und Schuhe. Ich würde es begrüßen, wenn der Zoll hier rigoros alles einkassieren würde was nicht echt ist. Schützt auch Arbeitsplätze im Inland.
3. Ach was!
Hilfskraft 05.08.2013
Aber trotzdem werden uralte deutsche Konzerne nicht müde, sich chinesischen Investoren anzubieten oder Co-Op´s einzugehen. Besseres als den China-Plunder herzustellen, fällt wohl niemanden ein ? Bei unseren Dumpinglöhnen müssten wir China sein und den Weltmarkt aufmischen!!! Aber, Frau Ober-Wirtschaftskanzlerin meditiert noch!
4. Empfehlung
nojoe 05.08.2013
Die italienische Mafia ist in ganz Europa verantwortlich für die Verbreitung chinesischer Produktfälschungen. Ich empfehle dazu "Gomorrha" von R. Saviano. Fälschung ist in China schon lange ein florierender Wirtschaftszweig, auch weil die Maßnahmen dagegen schlicht nicht ausreichen.
5. Es wird gelabert und wieder nichts getan
grimmdi 05.08.2013
Wann endlich unternehmen wir etwas gegen diese Chinesen ? Solange unsere Politik und unsere Wirtschaft diese Chinesen hoffiert, solange können bei spon jeden Tag 2000 solche Artikel veröffentlicht werden und niemand interessierts. Wann endlich werden diese kriminellen Chinesen zur Rechenschaft gezogen ? Wenn werden Rezensionen über dieses Land verhängt ? Wann werden endlich Einfuhrstops für ihre hochgiftige und teilweise hochgefährliche Billigwaren verhängt ? Wann ???
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