Produktionsindex fällt Kampf gegen den Smog bremst Chinas Wirtschaft

Die Luftverschmutzung wird für Chinas Wirtschaft zum ernsten Problem. Ein wichtiger Produktionsindex zeigt ein Abkühlen des Wirtschaftswachstums - als ein Grund gelten Kosten der Industrie im Kampf gegen Smog.

Menschen gehen durch den Smog in Peking
AP

Menschen gehen durch den Smog in Peking


In China mehren sich die Anzeichen für eine Abkühlung des Wirtschaftswachstums. Die Industrie leidet offenbar stark unter dem nötig gewordenen stärkeren Umweltschutz. Der von den Analysehäusern Caixin und Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stagnierte im Oktober bei 51 Punkten. Zugleich fiel der Index für die Produktion trotz eines leichten Anziehens der Aufträge aus dem In- und Ausland auf 50,8 Zähler von 52,1 Punkten im September.

Damit sank der Produktionsindex auf den tiefsten Stand seit vier Monaten und blieb nur knapp über der Marke von 50 Punkten, ab der das Barometer Wachstum signalisiert. Experten führten dies auch auf verschärfte Auflagen gegen Luftverschmutzung zurück. Diese führten dazu, dass einige Betriebe ihre Produktion drosselten.

Erst kürzlich hatte sich der amtliche Einkaufsmanagerindex, der stärker die großen Unternehmen abbildet, überraschend kräftig um 0,8 auf 51,6 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten abgeschwächt. Das Barometer hielt sich aber den 15. Monat in Folge über der 50-Punkte-Marke.

Die chinesische Wirtschaft war in den ersten neun Monaten des Jahres mit 6,9 Prozent überraschend kräftig gewachsen. Sie profitierte von staatlichen Infrastrukturprojekten, einem stabilen Immobilienmarkt, höheren Absatzpreisen und einem anziehenden Export. Der Kampf gegen den Winter-Smog schürt allerdings Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung zum Jahresende.

kig/Reuters



insgesamt 41 Beiträge
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frenchie3 01.11.2017
1. Und trotzdem, die Chinesen haben es verstanden
Dem chinesischen Staat entgehen jährlich Milliarden an Tabaksteuer weil bei der Luft kein Mensch mehr raucht. OK, jetzt mal ernsthaft. Diese "Delle" wird sich einebnen wenn die Um- und Einbauten abgeschrieben sind. Im Gegenzug dürften die Ausgaben für Krankheitskosten gewaltig sinken. Klar, geht einer Firma am Achtersteven vorbei, aber in China denkt man gesamtheitlich. Dazu dürfte mit der Zeit eine Expertise in Umweltschutz dazukommen was Firnen für diesen Zweck wieder weltweit Vorsprung verschaffen dürfte
grommeck 01.11.2017
2. Wer verursacht muß zahlen, richtig so!
Jahrelang den Dreck in die Luft geblasen, Landschaften zerstört, da bleibt die Rechnung zum Schluss übrig und die zahlt die Bevölkerung - wie immer. Diesmal aber weltweit!
mrotz 01.11.2017
3.
Zitat von frenchie3Dem chinesischen Staat entgehen jährlich Milliarden an Tabaksteuer weil bei der Luft kein Mensch mehr raucht. OK, jetzt mal ernsthaft. Diese "Delle" wird sich einebnen wenn die Um- und Einbauten abgeschrieben sind. Im Gegenzug dürften die Ausgaben für Krankheitskosten gewaltig sinken. Klar, geht einer Firma am Achtersteven vorbei, aber in China denkt man gesamtheitlich. Dazu dürfte mit der Zeit eine Expertise in Umweltschutz dazukommen was Firnen für diesen Zweck wieder weltweit Vorsprung verschaffen dürfte
Da die Chinesen bei Umweltschutz eher pragmatisch als dogmatisch sein werden, sind auf diesem Gebiet auch die Deutschen dann abgehängt. mfg
krauseberg 01.11.2017
4. "In China denkt man gesamtheitlich"
Wenn es so wäre, hätte China kein Smog-Problem. Ob es sich um eine Delle handelt wird sich weisen. Problematisch ist, dass die Zahlen aus China nicht unabhängig erhoben werden. Von daher ist unmöglich zu brurteilen, wie die wirtschaftliche Entwicklung Chinas wirklich ist.
piep00 01.11.2017
5.
Die Sorgen um eine Konjunkturabschwächung mache ich mir auch. Vergesst doch das bisschen Smog. Wer wachsen will muss leiden, da nützt es doch auch nichts sich ständig zu beschweren. Also, liebe Chinesen, das bisschen Arbeit macht sich ja auch nicht von allein.
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