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Luftverschmutzung: Peking will 2500 Firmen schließen

Passanten in Peking: Atemschutz gegen den Smog Zur Großansicht
DPA

Passanten in Peking: Atemschutz gegen den Smog

Im Kampf gegen den Smog greift Peking zu harten Mitteln: 2500 kleine Firmen müssen 2016 ihren Betrieb einstellen. Die Maßnahme dürfte unter anderem Restaurants und Hotels treffen.

Kurz vor Weihnachten hatte Peking die höchste Smog-Alarmstufe ausgerufen - zum zweiten Mal innerhalb eines Monats. Die Luft war so stark verschmutzt, dass Schulen und Kindergärten geschlossen blieben. Es gab Beschränkungen im Autoverkehr und einige Industriebetriebe mussten ihren Betrieb vorübergehend stoppen. Doch dabei bleibt es offenbar nicht. Wie die Stadt nun bekannt gab, sollen bis Jahresende 2500 kleine Betriebe dichtgemacht werden.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet unter Berufung auf Pekings Regierung, die Anordnung beträfe vier Stadtteile. Ein Beamter warnte demnach vor der steigenden Zahl kleiner Schadstoffquellen wie Restaurants, Hotels oder Parkhäuser. Diese stünden dem Rückgang an Unternehmen gegenüber, die viel Energie verbrauchen und die Umwelt stark verschmutzen.

Peking hatte den höchsten Smogalarm erstmals am 7. Dezember ausgerufen, als die Belastung mit gefährlichem Feinstaub laut offiziellen Messungen weit über einen Wert von 300 stieg. Am Freitagmorgen lag die Schadstoffbelastung bei einem Wert von 151, der bereits als "gefährlich" gilt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Höchstwert von 25.

Peking hatte den mehrstufigen Smogalarm 2013 eingeführt. Trotz alarmierender Schadstoffwerte verzichteten die Behörden jedoch bis Anfang Dezember darauf, die höchste Warnstufe auszurufen. Ende November hatte die Hauptstadt den bisher schlimmsten Smog des Jahres erlebt, als der Feinstaubindex auf Werte von über 600 geklettert war.

Das Umweltministerium warnte nun vor erneut schwerem Smog kommende Woche in Peking, der Provinz Hebei und in der Nähe der Hafenstadt Tianjin.

kev/dpa/Reuters

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1. Das konnte ja keiner ahnen
alyeska 09.01.2016
das bei so einem rasanten und skrupelosen Wirtschaftswachstum bei über 1 Milliarde Menschen und ohne auf die Umwelt zu achten Dreck ensteht.
2. @alyeska
Peter Eckes 09.01.2016
Nein, konnte keiner Ahnen. Aber für Abhilfe wurde ja schon gesorgt. Das Ende der Ein-Kind-Politik wurde ja jetzt beschlossen. Das bedeutet für die Zukunft mehr Chinesen die helfen können die Abgase wegzuatmen. Die Anhebung der Bevölkerung war dringend notwenig. Mit 1,4 Milliarden ist ja kein Staat zu machen.
3. Giga-Projekts: Jing-Jin-Ji
SchneiderG 09.01.2016
Wenn die beiden Regierungsunmittelbaren-Städte Beijing (Jing) und Tianjin (Jin) die von der Provinz Hebei (Ji) eingeramt sind zur "130-Millionen-Megacity" verschmolzen wird, wird das alles besser werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/peking-soll-zentrum-von-130-millionen-stadt-jing-jin-ji-werden-a-1044834.html
4. Die Kleinen als Verursacher...
bronstin 09.01.2016
Bei einer Stadt mit mehr als 20 Mio. Einwohnern (die Agglomeration nicht mit gerechnet) soll also das Schließen von 2500 meist Kleinbetrieben ernsthafte Ablhilfe schaffen? Erschließt sich mir nicht so recht... die Kohlekraftwerke vielleicht mal mit ordentlicher Filtertechnik auszurüsten könnte durchaus sinnvoller sein... Is aber auch einfacher, die Kleinen zu belangen statt staatseigene Betriebe... (Analogien zu Verhaltensweisen von hießigen Behörden sind vermutlich rein zufälliger Natur)
5. Falsche Adresse
ditor 09.01.2016
Zitat von alyeskadas bei so einem rasanten und skrupelosen Wirtschaftswachstum bei über 1 Milliarde Menschen und ohne auf die Umwelt zu achten Dreck ensteht.
Es ist falsch China vorzuwerfen sie würden wachsen ohne auf die Umwelt zu achten. Sie hatten mit der Ein-Kind Politik sogar das wohl größte Umwelt-(und Friedenssicherungs-)projekt aller Zeiten. Wüstenbegrünung, elektrische Motorroller, China ist das Land mit der höchsten installierten Windkraftleistung,etc.
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Fläche: 9.572.900 km²

Bevölkerung: 1367,820 Mio.

Hauptstadt: Peking

Staatsoberhaupt: Xi Jinping

Regierungschef: Li Keqiang

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