Handelsstreit mit EU China senkt Mehrwertsteuer für Solarfirmen

Die chinesische Regierung setzt den nächsten Zug im Handelsstreit mit der EU: Peking reduzierte nun die Mehrwertsteuer für Solarfirmen um 50 Prozent. Hintergrund sind die Probleme der Branche wegen Mindestpreisen in Europa.

Solaranlagen in Yulin: Massive Überkapazitäten
AP

Solaranlagen in Yulin: Massive Überkapazitäten


Peking - Die Regierung in Peking reagiert auf die Überkapazitäten in der heimischen Solarbranche: Ab Dienstag werde die Mehrwertsteuer für Hersteller von Photovoltaik-Produkten um 50 Prozent gesenkt, hieß es am Montag auf der Website des chinesischen Finanzministeriums. Die verringerte Mehrwertsteuer gelte bis Ende 2015. China hat massenhaft Solarprodukte auf Lager, weil die Exportzahlen in Folge des Handelsstreits mit der Europäischen Union und den USA zurückgegangen sind.

In dem Handelsstreit wurde Peking vorgeworfen, dass chinesische Firmen die europäische Konkurrenz mit Billigeinfuhren übervorteilen, und zwar mithilfe illegaler Subventionen und Dumpings. Der Konflikt drohte Anfang Juni zum Handelskrieg zu werden. Eine Eskalation wurde im Juli verhindert, als sich China und die EU auf einen Kompromiss einigten. Die chinesische Seite verpflichtete sich, für eine bestimmte Menge von Solarmodulen in Europa einen Mindestpreis zu verlangen. Dies gilt laut EU bis 2015.

China hatte 2011 Solarmodule im Wert von 35,8 Milliarden Dollar exportiert, mehr als 60 Prozent davon in die EU. Im Gegenzug importierte die Volksrepublik für 7,5 Milliarden Dollar Solarprodukte und Rohmaterialien. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua werden die Maßnahmen zur Ankurbelung des heimatlichen Solarmarktes nicht reichen, um die Überkapazitäten abzubauen. "Trotz der politischen Unterstützung sind die Perspektiven für die aufgeblähte Solarindustrie düster", hieß es. Einige Hersteller müssten "eliminiert" werden.

cte/AFP



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
Europa! 30.09.2013
1. Eine gute Nachricht
Zitat von sysopAPDie chinesische Regierung setzt den nächsten Zug im Handelsstreit mit der EU: Peking reduzierte nun die Mehrwertsteuer für Solarfirmen um 50 Prozent. Hintergrund sind die Probleme der Branche wegen Mindestpreisen in Europa. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-senkt-mehrwertsteuer-fuer-solarfirmen-a-925296.html
Diese Meldung zeigt, dass die Absprachen zwischen China und der EU funktionieren. Und je mehr Solaranlagen in China installiert werden, desto besser werden die Möglichkeiten, die Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke etwas zu verringern.
spiegelleser987 30.09.2013
2. Die Solarfirmen ...
Zitat von sysopAPDie chinesische Regierung setzt den nächsten Zug im Handelsstreit mit der EU: Peking reduzierte nun die Mehrwertsteuer für Solarfirmen um 50 Prozent. Hintergrund sind die Probleme der Branche wegen Mindestpreisen in Europa. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-senkt-mehrwertsteuer-fuer-solarfirmen-a-925296.html
Die Solarfirmen in der EU haben noch Glück, weil sie eine große Lobby haben. In den vielen anderen Bereichen interessiert sich niemand dafür. Und die Verbraucher diskutieren im Internet über Methoden, wie man noch billiger direkt aus China einkaufen kann und die Mwst. nicht zahlen muss. Die Versandkosten betragen dann aus China auch nur 1 Euro.
thorsten.brandt.et 30.09.2013
3. china hat es erkannt
energie - insbesondere dezentral für den haushaltsstrimbedarf erzeugte - gehört zur grundversorgung. während in D immer noch tierfutter und anderes zur grundversorgung zählt, wird strom dagegen mit vollen 19% versteuert - solaranlagen sowieso ... über die wirtschaftspolitischen fehler erst eine branche ins laufen zu bringen und sie dann wirtschaftlich - wenn die rentatbilitätsschwelle ohne unterstützung nahezu erreicht ist - ins aus laufen zu lassen - muss man wohl nichts sagen - am besten einfach das entwicklungsholfeminsterium einsparen - denn das was wir hier betreiben, ist besser als alles was das entwicklungshilfeministerium und alle deutschen ngos jemals auf die reihe gebracht haben.
petrasha 30.09.2013
4. eine gute nachricht
für den umweltschutz und für die bürger
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