Großkonzerne in China Stimmungsindex fällt auf tiefsten Stand seit 2016

Der Handelskonflikt mit den USA geht auch an der Wirtschaftssupermacht China nicht spurlos vorüber. Die Stimmung bei den führenden Industriekonzernen ist noch einmal gesunken.

Stahlwerk in Qiqihar
DPA

Stahlwerk in Qiqihar


In China hat sich die Stimmung der großen und staatlichen Industrieunternehmen wegen des nach wie vor ungelösten Handelskonflikts mit den USA überraschend wieder eingetrübt. Der vom Staat ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel im Februar auf 49,2 Punkte und damit den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurück, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte. Von Bloomberg befragte Experten hatten damit gerechnet, dass der Indikator auf dem Januar-Wert von 49,5 Zählern verharrt.

Damit bleibt die Lage bei den chinesischen Industriekonzernen pessimistisch. Im Dezember war dieser wichtige Frühindikator für die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft erstmals seit zwei Jahren unter die kritische Schwelle von 50 Punkten gefallen. Unter der Grenze ist von einem Rückgang der industriellen Tätigkeiten auszugehen, darüber von einer Expansion.

Der staatliche Einkaufsmanagerindex konzentriert sich auf große und staatliche Industriebetriebe. Am Freitag veröffentlicht das Wirtschaftsmagazin "Caixin" seinen Indikator, der sich auf kleinere, mittelgroße und meist private Unternehmen bezieht. Hier gehen die Experten nach einem überraschend starken Einbruch im Januar von einer leichten Erholung aus.

mik/dpa-AFX



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uezegei 28.02.2019
1. ein System, das komplett auf Schulden aufgebaut ist....
als "Wirtschaftssupermacht" zu bezeichnen, ist schon recht merkwürdig, wenn nicht gar fahrlässig. Nicht nur China, sondern auch vielen Staaten der westlichen Welt werden die Schulden eines Tages um die Ohren fliegen, auch wenn momentan noch mit "Billiggeld" aufgebläht wird, auf Teufel komm raus. Aber: eines Tages kommt er raus, der Teufel, und dann ist essig. Anstatt sich endlich zu überlegen, wie das System sinnvoll und nachhaltig umstellbar wäre auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit, ohne dass beständiges Wachstum, das ohnehin nicht möglich ist, und jeder weiss das auch.
bluestar2000 28.02.2019
2. ... eines Tages ...
Jaja, eines Tages ... das klingt wie eine "blitzsaubere" Prophezeiung. Es wäre angebracht zu sagen, WANN bzw. unter welchen konkreten Umständen das Kartenhaus zusammenbricht. Alles andere ist Kaffeesatzleserei bzw. kalter Kaffee. Un düberhaupt, vom System Kapitalismus und v.a. in seinen derzeitigen Exzessen "Nachhaltigkeit und Langlebigkeit, ohne ... beständiges Wachstum" zu fordern, ist ja geradezu kindlich naiv. Ich habe herzlich geschmunzelt.
bluestar2000 28.02.2019
3. ... seit 2016 ...
Waoh, was für ein Katastrophe, der tiefste Stand seit 2016 ... also in der gewaltigen Epoche von ganzen drei Jahren. Unsere tägliche Hiobsbotschaft gib uns heute ....
rrv.vogt 28.02.2019
4. Bitte mehr Info (Butter bei die Fische)
``Die Stimmung der großen und staatlichen Industrieunternehmen wegen des nach wie vor ungelösten Handelskonflikts mit den USA überraschend wieder eingetrübt.´´ Wäre wirklich nett, wenn die Journalisten, die solche Stimmungsbilder verbreiten, nebenbei auch mal kurz erklären würden, um welche Konzerne es sich dabei wohl handelt. Gehören dazu z.B. auch: Tencent, Geely, BYD , Lenovo, Fosun, Sinotruk, oder nur CRRC und Angang Steel? Anteile an all diesen mehr oder weniger staatlichen Konzerne werden nicht nur in Hong Kong sondern auch an deutschen Börsenplätzen gehandelt.
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