Reformen China verspricht Öffnung für Unternehmen

Die USA verprellen derzeit selbst ihre engsten Handelspartner mit der Politik des "America First". Peking nutzt die Gunst der Stunde und breitet die Arme für ausländische Unternehmen aus. Die bleiben allerdings skeptisch.

Chinesische Führung und Delegierte auf dem Volkskongress
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Chinesische Führung und Delegierte auf dem Volkskongress


China will mit "einer Reihe neuer Maßnahmen" für faireren Wettbewerb auf seinen Märkten sorgen. Das Land werde den Zugang für ausländische Firmen "erheblich erleichtern" und Investitionen fördern, sagte Ning Jizhe, Vizechef der chinesischen Entwicklungs- und Reformkommission, am Dienstag am Rande des Volkskongresses in Peking.

Zur Eröffnung der Plenarsitzung hatte Chinas Premier Li Keqiang am Montag ebenfalls mehr Öffnung in Aussicht gestellt. Ausländische Unternehmer sind aber skeptisch, ob die Ankündigungen umgesetzt werden. Trotz ähnlicher Versprechen in der Vergangenheit klagen westliche Firmen über zunehmend schlechte Bedingungen in China.

Im Gegensatz zu US-Präsident Donald Trump, der erst vor einigen Tagen neue Strafzölle auf Stahl und Aluminium ankündigte, hatte der chinesische Regierungschef zum Auftakt des Volkskongresses die Senkung von Abgaben für ausländische Firmen in Aussicht gestellt. Die Einfuhrzölle für Autos und "einige alltägliche Konsumgüter" sollen demnach reduziert werden.

Weiter sprach der Premier davon, den chinesischen Markt für das Verarbeitende Gewerbe "komplett öffnen" zu wollen. Zugänge in Sektoren wie Telekommunikation, Medizin, Altenpflege und Erziehung würden verbessert.

Deutsche Firmen, die in China aktiv sind, hatten zuletzt im November in einer Umfrage der deutschen Handelskammer (AHK) ihrem Ärger über den unfairen Wettbewerb Luft gemacht. Während chinesische Unternehmen ohne Probleme Milliardenübernahmen in Deutschland tätigen könnten, blieben viele Türen in China verschlossen.

Mehr als die Hälfte der Firmen gab vor dem Hintergrund ihrer Schwierigkeiten an, keine Investitionen mehr für neue Standorte in China zu planen. Zwölf Prozent haben zwar keine konkreten Pläne, das Land zu verlassen, aber denken zumindest darüber nach.

mik/dpa-AFX

insgesamt 6 Beiträge
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frenchie3 06.03.2018
1. Da hört einer die Nachtigall stolpern
Langsam hat keiner mehr Lust dort zu investieren, da krümeln wir mal 'ne Runde Zuckerbrot. So lange ausländische Firmen/Investoren/Landkäufer sich dort nicht so verhalten dürfen wie die Chinesen außerhalb gibt es nur eine vernünftige Maßnahme: die gleichen Einschränkungen für China wie sie in China für Ausländer gelten.
darthmax 06.03.2018
2. Gelesen
hab ich doch Einfuhrzölle, die gesenkt werden sollen...was ist der Unterschied zwischen zu einem Schutzzoll doch gleich ? Egal : wichtig ist doch das Versprechen, von 1990, glaub ich oder noch älter, dass die Hemmnisse für Ausländische Firmen beseitigt werden, wenn es denn umgesetzt wird, woran man nun nicht glauben muss.
darthmax 06.03.2018
3. Gelesen
hab ich doch Einfuhrzölle, die gesenkt werden sollen...was ist der Unterschied zu einem Schutzzoll doch gleich ? Egal : wichtig ist doch das Versprechen, von 1990, glaub ich oder noch älter, dass die Hemmnisse für Ausländische Firmen beseitigt werden, wenn es denn umgesetzt wird, woran man nun nicht glauben muss.
jomai 06.03.2018
4.
Einfuhrzölle gibt es in China nicht nur als Schutzzölle, denn die chinesische Käseindustrie muss sicher nicht geschützt werden und z.B. die lokale Whiskey Herstellung ist auch nicht besonders ausgeprägt.
gertner27 06.03.2018
5. Schuß nicht gehört?
Wenn ausländische Firmen drohen, wegen der Beschränkungen dort nicht mehr in China zu investieren, können sich die Chinesen ein Grinsen kaum verkneifen. China braucht längst keine ausländischen investoren mehr für seinen Aufschwung. "Reisende soll man nicht aufhalten", ist alles, was sie sich dabei denken
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