Trotz Meng-Festnahme China will Handelserleichterungen sofort umsetzen

Die Volksrepublik misst den Handelsgesprächen mit den USA sehr hohe Bedeutung bei, Erfolg ist Pflicht. Da steht sogar die Affäre um den Huawei-Konzern hintan.

Containerschiff im Hafen von Qingdao
DPA

Containerschiff im Hafen von Qingdao


Ungeachtet der Festnahme von Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou gibt sich das chinesische Handelsministerium im Handelskonflikt mit den USA zuversichtlich. China gehe davon aus, innerhalb der 90-tägigen Verhandlungsrunde einen Handelsvertrag mit den USA schließen zu können, sagte Gao Feng, Sprecher des Handelsministeriums. Die Kommunikation zwischen den Verhandlungsteams sei gut, sie hätten bereits einen hohen Grad an Übereinstimmung erreicht.

Gao lehnte es ab, die Festnahme von Meng in Kanada zu kommentieren. Hintergrund sollen Verstöße gegen die Handelssanktionen der USA gegen Iran sein. Chinas Botschaft in Kanada hatte gegen die Festnahme scharf protestiert und die sofortige Freilassung Mengs gefordert.

Die USA und China hatten zuletzt einen "Waffenstillstand" in ihrem Handelskonflikt vereinbart und sich auf Verhandlungen verständigt.

Ministeriumssprecher Gao sagte am Donnerstag, beide Länder hätten sich in den Bereichen Landwirtschaft, Autos und Energie auf Maßnahmen verständigt, die umgehend umgesetzt werden sollen. In den kommenden 90 Tagen werde man unter anderem an dem von den USA geforderten Marktzugang für ausländische Unternehmen und dem Handelsungleichgewicht zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt arbeiten. Chinas Ziel sei es, alle Strafzölle innerhalb von 90 Tagen zu streichen.

mik/dpa-AFX



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