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Sinkendes Wachstum: Zahl der Streiks in China wächst rasant

Streikende Arbeiter in China (Archivbild): Zahl der Proteste wächst Zur Großansicht
REUTERS

Streikende Arbeiter in China (Archivbild): Zahl der Proteste wächst

Chinas Arbeiter werden aufmüpfiger: Die Zahl der Streiks und Proteste in der Volksrepublik hat sich laut einer Datenanalyse im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Chinesische Angestellte machen ihrer Wut über Missstände am Arbeitsplatz immer öfter Luft. Laut einer Datenanalyse der Nichtregierungsorganisation China Labour Bulletin (CLB) ist die Zahl der Streiks und Proteste in der Volksrepublik im laufenden Jahr auf einen neuen Rekordstand geklettert.

Genau 2509 Streiks und Proteste hat CLB für 2015 zusammengetragen. Im Vorjahr waren es insgesamt 1379 Vorfälle. Schon jetzt, zwei Wochen vor Ende des Jahres, hat sich die Zahl der Arbeitskämpfe damit fast verdoppelt.

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Laut "Wall Street Journal" ist das schwächelnde Wirtschaftswachstum der Hauptgrund für den starken Anstieg. Weil sich die Konjunktur schneller abkühlt als erwartet, habe die Zahl der Fabrikschließungen und Entlassungen deutlich zugelegt, berichtet die Wirtschaftszeitung.

Das "Wall Street Journal" beruft sich unter anderem auf eine Analyse der Politechnischen Universität der Industrieföderation in Hongkong. Dieser zufolge ist die Zahl der Fabriken mit aus Hongkong stammenden Besitzern in der südchinesischen Provinz Guangdong zwischen 2006 und 2013 um ein Drittel gesunken.

Die Studie der Universität deckt sich mit anderen Analysen zu Fabrikschließungen in China. Offizielle Daten gibt die Regierung in Peking dazu nicht heraus.

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1. Bauchgrummeln
smartphone 15.12.2015
Sie sehen , China braucht ein sog Systemisches Wachstum von über 7% ( USA 5% , Germany >2,5%) ........... Diese 2,5% sahen wir seit xx Jahren nicht mehr ....... Wird Zeit , mal gegen Agenda 2010 auf Meckertrip zu gehen .. Oder- was jeder absehen kann Grundrente ähm BGE ( 1500 +KV pro Erwachsener ) gegenfinanziert mit den gestrichenen Pensionen(!) ...das reicht nämlich schon fast.
2.
Crom 15.12.2015
Zitat von smartphoneSie sehen , China braucht ein sog Systemisches Wachstum von über 7% ( USA 5% , Germany >2,5%) ........... Diese 2,5% sahen wir seit xx Jahren nicht mehr ....... Wird Zeit , mal gegen Agenda 2010 auf Meckertrip zu gehen .. Oder- was jeder absehen kann Grundrente ähm BGE ( 1500 +KV pro Erwachsener ) gegenfinanziert mit den gestrichenen Pensionen(!) ...das reicht nämlich schon fast.
2,5%? Das ist für ein alterndes Industrieland deutlich zu hoch? Woher haben Sie derartig absurde Zahlen?
3.
muellerthomas 15.12.2015
Zitat von Crom2,5%? Das ist für ein alterndes Industrieland deutlich zu hoch? Woher haben Sie derartig absurde Zahlen?
Das habe ich den Mitforisten auch bereits mehrfach gefragt, ohne bislang eine Antwort erhalten zu haben. Auch die 5% für die USA sind zu hoch.
4.
rolli 15.12.2015
China benötigt für seine sozialen Wohltaten ein Wachstum von 7% jährlich. Wenn das nicht erwirtschaftet wird, dann sind diese sozialen Errungenschaften, von Rente bis Benzinsubvention, der Weg in eine rasante Verschuldung. China ist nicht der monolithische Block, wie er für den Durchschnittsbürger aussieht. Neben den starken verschiedenen Ethnien und wegen starken unterschiedlichen Wachstums in Chinas Regionen gibt es gravierende Unterschiede in der Linientreue der verschiedenen Provinzen. Gerne würde sich, bei einer geschwächten Zentralregierung manche Provinzen los sagen. Wenn Arbeit und Rente knapp sind oder gekürzt werden müssen, dann kann das sehr schnell in einen Zerfall Chinas führen.
5.
muellerthomas 15.12.2015
Zitat von smartphoneSie sehen , China braucht ein sog Systemisches Wachstum von über 7% ( USA 5% , Germany >2,5%) ........... Diese 2,5% sahen wir seit xx Jahren nicht mehr ....... Wird Zeit , mal gegen Agenda 2010 auf Meckertrip zu gehen .. Oder- was jeder absehen kann Grundrente ähm BGE ( 1500 +KV pro Erwachsener ) gegenfinanziert mit den gestrichenen Pensionen(!) ...das reicht nämlich schon fast.
1500 Euro für alle + KV für jeden Erwachsenen oder auch die 1500 nur für Erwachsene? Aber auch im zweiten Fall wären das rund 68 Mio. Menschen und damit alleine an BGE 1,22 Bio. Euro und damit recht genau die gesamten heutigen Staatseinnahmen. Die Gehälter für öffentliche Bedienstete, für Straßenbau, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Feuerwehr, Bundeswehr etc. blieben aber natürlich bestehen. Die Pensionen fallen da kaums ins Gewicht, da sprechen wir von weniger als 50 Mrd. Euro im Jahr.
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