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Rennen um IWF-Chefposten: Lagarde für zweite Amtszeit nominiert

Jetzt ist es offiziell: IWF-Chefin Christine Lagarde wurde für eine zweite Amtszeit an der Spitze des Internationalen Währungsfonds nominiert.

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DPA

Christine Lagarde: Die frühere französische Finanzministerin ist die erste Frau an der Spitze des IWF

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Amtsinhaberin Christine Lagarde für eine zweite Amtszeit als Chefin nominiert. Das teilte der IWF in Washington mit. Lagarde, die erste Frau an der Spitze der globalen Finanzorganisation, übernahm den Posten im Jahr 2011. Ihre Bestätigung im Amt solle so schnell wie möglich erfolgen, erklärte der Fonds. Lagarde hat die Unterstützung der wichtigsten IWF-Mitglieder.

Die Französin hatte im Januar angekündigt, dass sie für eine zweite Amtszeit antrete. Deutschland hatte wie viele andere Staaten diesen Schritt begrüßt. "Frau Lagarde war in den schwierigen Zeiten nach der Finanzkrise eine umsichtige und erfolgreiche Krisenmanagerin", begründete das Bundesfinanzministerium seine Haltung.

Lagardes zweiter Amtszeit könnte noch ein juristisches Problem im Weg stehen. Im Dezember ordnete ein Gericht in Paris an, dass ihr wegen ihrer Rolle bei einer 400-Millionen-Euro-Zahlung an den Unternehmer Bernard Tapie ein Verfahren droht. Das Geld war dem Unterstützer des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy während der Amtszeit Lagardes als Finanzministerin als Schadensersatz zuerkannt worden. Damit sollten Verluste ausgeglichen werden, die Tapie 1992 beim Verkauf von Adidas-Anteilen entstanden sein sollen.

asc/dpa/Reuters

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