Dubiose Geschäfte Steuerfahnder ermitteln gegen mehr als hundert Banken

Mit einem Steuertrick haben Banken und Investmentfonds offenbar Milliarden hinterzogen. Die Indizien reichen einem Zeitungsbericht zufolge aus, um in vielen Instituten Razzien durchzuführen.

Bankenviertel in Frankfurt am Main: Selbstanzeige empfohlen
DPA

Bankenviertel in Frankfurt am Main: Selbstanzeige empfohlen


Die Finanzbehörden haben nach einem Medienbericht belastendes Material über mehr als hundert Banken und Fonds gesammelt, die den Fiskus mit dubiosen Aktiendeals um mehr als zehn Milliarden Euro betrogen haben sollen. Etlichen Instituten drohten Razzien, wenn sie nicht Selbstanzeige erstatten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Für die Banken sei es "höchste Zeit zu handeln", sagte Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) dem Blatt.

Die Banken und die Fonds sollen dem Bericht zufolge im großen Stil Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende mit dem einzigen Ziel gehandelt haben, sich eine nur einmal gezahlte Kapitalertragsteuer auf die Dividenden hinterher vom Fiskus auf trickreiche Art und Weise gleich mehrmals erstatten zu lassen. Ermittelt werde wegen Steuerhinterziehung.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte vor Kurzem für fünf Millionen Euro eine CD mit etlichen Tausend Datensätzen gekauft. Die Datensätze werde dem Zeitungsbericht zufolge von NRW gerade bundesweit an die örtlich zuständigen Steuerfahndungen verteilt, damit diese dann zugreifen können. "Die Steuerfahndungen in Nordrhein-Westfalen und andern Ländern werden die neuen Indizien konsequent und zügig für ihre Ermittlungen nutzen", sagt Walter-Borjans.

2012 bereits hatten die Ermittler eine Razzia bei der HypoVereinsbank durchgeführt. Auch Kunden der Deutsche Bank sollen sich an solchen Geschäften beteiligt haben. Eine Strafverfolgung ist allerdings umstritten, da dieser Steuertrick jahrelang vom Gesetzgeber geduldet worden ist.

mik/dpa-AFX

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insgesamt 85 Beiträge
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bonner85 14.12.2015
1. Natürlich besonders intelligent...
...vorher großspurig in der Presse davon zu berichten, dass man eine solche CD angekauft hat, auf denen hauptsächlich Banken drauf sind die Cum-Ex-Handel betrieben haben! Am besten man kündigt die Durchsuchung noch eine Woche im Voraus telefonisch an...
GueMue 14.12.2015
2. Deutschland und der Verfall der Kaufmannschsft
ueberall herrscht Betrug. Kriminelle Vorstaende sind schon normal. Verantwortungslose Politiker ueblich. Ikonen wie VW, Siemens, Deutsche Bank sind offenbar nicht mehr legal in der Lage geschaefte zu machen.
jj2005 14.12.2015
3. Kriminelle Vereinigung
"Eine Strafverfolgung ist allerdings umstritten, da dieser Steuertrick Jahre lang vom Gesetzgeber geduldet worden ist." Bei Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung sollten deshalb auch die beteiligten Entscheider beim "Gesetzgeber" genauestens unter die Lupe genommen werden - Kontobewegungen, Versprechungen bzgl. Altersversorgung in Aufsichtsratsposten etc.
thoscha 14.12.2015
4. Lachnummer...
so so, vom Gesetzgeber jahrelang geduldet. Na super !!! Was sind wir doch zu einer Bananenrepublik verkommen. Wenn man als KuM jahrelang auf legale Art & Weise ver- sucht Steuern zu sparen oder wie auch immer und sich dann die trickreichen Winkelzüge der Großkonzerne so an -schaut, die in der "noch" halblegalen Grauzone arbeiten, fühlt man sich verraten und verkauft!Lobbyarbeit und ein Heer von dubiosen Spezialisten verarscht uns letztendlich alle. Und sie kommen damit auch noch straffrei davon...!! Danke Deutschland. Was für eine Farce!
Eppelein von Gailingen 14.12.2015
5. Die Mehrfachtäter unter den großen Banken
Schon merkwürdig, wenn es um Betrügereien geht steht immer wieder die Deutsche Bank als erstes auf der Liste, gefolgt von der Hypovereinsbank seit längerer Zeit im Verbund der Unicredit Rom. Die Finanzbehörden werden längst vorwiegend von Konzernen betrogen. Ebenfalls diese Stiftungen die in der Schweiz angesiedelt sind, wie die Liste der reichsten Deutschen in Mrd. SFr. jüngst in einer Rangliste veröffentlicht wurden. Mit dabei dieser Müller-Milch aus Aretsried (Weihenstephan, etc. pp.)!!!! Auch die Hamburger Röster um Jakobs, Darboven, Henkels. Der Steuerbetrug geht zu Lasten der normalen Bürger. Denen wird die Steuer erhöht, weil diese Betrugs Firmennamen dubios in der Schweiz sitzen!!! Man sollte deren hergestellte Waren einfach nicht mehr kaufen.
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