Konkurrenz aus Osteuropa Dachdeckerhandwerk führt Mindestlohn ein

12,90 Euro pro Stunde - das sollen Dachdecker künftig in Deutschland mindestens verdienen. So haben es Arbeitgeber und Gewerkschaft vereinbart. Die Regelung soll auch für ausländische Betriebe gelten.

Dachdecker bei der Arbeit
DPA

Dachdecker bei der Arbeit


Das Dachdeckerhandwerk will sich mit einem tariflichen Mindestlohn besser gegen Lohndumping aus dem Ausland schützen. Ab 2018 gelte für gelernte Dachdecker oder fachlich qualifiziert Arbeitende ein Mindestlohn von 12,90 Euro pro Stunde. Darauf hätten sich der Zentralverband des Dachdeckerhandwerks und die Gewerkschaft IG BAU geeinigt, teilte der Verband am Mittwoch in Köln mit. 2019 steigt der Satz auf 13,20 Euro. Zugleich wird der bereits bestehende Mindestlohn für ungelernte Dachdeckerhelfer für 2018 und 2019 leicht von 12,25 auf 12,20 Euro gesenkt.

Im Dachdeckerhandwerk ist die Nachfrage - wie generell am Bau - derzeit sehr groß. Betriebe aus dem Ausland, oft aus Osteuropa, entsenden Beschäftigte, die zu Löhnen aus ihren Heimatländern arbeiten. Dies setze den Markt unter Druck, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Mit dem tariflichen Mindestlohn solle ein fairer Wettbewerb hergestellt werden. Die 12,90 Euro müssten nämlich auch für in Deutschland tätige Beschäftigte aus dem Ausland gezahlt werden. Allerdings bleibe das Problem mangelnder Personalausstattung bei den Zollbehörden, die die Einhaltung auf den Baustellen kontrollieren.

stk/dpa



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