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Dank Aufschwung Arbeitsagentur macht weniger Schulden

Bundesagentur: In der ersten Jahreshälfte erwirtschaftete die Behörde sogar einen ÜberschussZur Großansicht
DPA

Bundesagentur: In der ersten Jahreshälfte erwirtschaftete die Behörde sogar einen Überschuss

In der Kasse der Arbeitsagentur sieht es besser aus als erwartet: Die Behörde will das Jahr dank des Aufschwungs mit einem deutlich geringeren Defizit abschließen. Künftig sollen Arbeitslose in Deutschland an weniger Standorten betreut werden.

Nürnberg - Dank des Job-Booms braucht die Bundesagentur für Arbeit (BA) in diesem Jahr weniger Milliarden vom Bund: Der dauerhafte Aufschwung verbessert die Kassenlage der Behörde und mildert damit zugleich ihre Schuldenkrise. Angesichts höherer Einnahmen bei gleichzeitig sinkenden Ausgaben rechnet die BA-Führung inzwischen für 2011 nur noch mit einem Defizit von 1,9 Milliarden Euro. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht hervor.

Durch die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verzeichnet die BA höhere Beitragseinnahmen und spart Ausgaben beim Arbeitslosengeld I und für Förderprogramme. Für die kommenden Jahre erwartet die BA nach früheren Berechnungen wieder Überschüsse, mit denen sie zunächst das diesjährige Darlehen tilgen muss. Da sie nun aber weniger Schulden auftürmt als geplant, kann sie das Darlehen womöglich schon 2012 tilgen und dann wieder Rücklagen aufbauen. Die Arbeitsagentur hält einen Rückgang der Arbeitslosenzahl auf durchschnittlich 2,5 Millionen bis zum Jahr 2015 für möglich.

Am Jahresende 2010 war BA-Chef Frank-Jürgen Weise noch von einem Defizit von 5,4 Milliarden Euro ausgegangen. Er hatte damals noch ein geringeres Wirtschaftswachstum und eine höhere Arbeitslosigkeit für dieses Jahr unterstellt. Seinerzeit war auch noch nicht klar, wie stark die umstrittenen Kürzungen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu Einsparungen im BA-Haushalt führen würden. Sie haben den BA-Haushalt im ersten Halbjahr um rund 900 Millionen Euro entlastet.

Die Zahl ihrer Standorte will die BA von jetzt 178 auf etwa 156 verringern. Geplant sei beispielsweise, kleinere Standorte mit größeren zu verschmelzen, um kundenfreundlicher zu werden, teilte die Behörde mit. Schließungen seien in Einzelfällen nicht ausgeschlossen. Der Verwaltungsrat habe auf seiner Sitzung grundsätzlich grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Welche örtlichen Arbeitsagenturen betroffen sind und wie die Zusammenlegung gestaltet wird, werde das Gremium auf seiner nächsten Sitzung im September beraten, sagte eine BA-Sprecherin. Die Reform soll im Januar 2012 beginnen.

kra/dpa/dapd/AFP/Reuters

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insgesamt 7 Beiträge
I'm a Substitute 15.07.2011
Ja, solche Meldungen hört man gern. Unterzeichnet ist der Spiegel-Artikel "kra/dpa/dapd/AFP/Reuters" - tolle Kooperation! "kra" jedenfalls taucht im Impressum des Spiegel nicht auf, und als Kürzel einer [...]
Zitat von sysopIn der Kasse der Arbeitsagentur sieht es besser aus als erwartet.
Ja, solche Meldungen hört man gern. Unterzeichnet ist der Spiegel-Artikel "kra/dpa/dapd/AFP/Reuters" - tolle Kooperation! "kra" jedenfalls taucht im Impressum des Spiegel nicht auf, und als Kürzel einer Nachrichtenagentur ist es auch nicht gebräuchlich. Und wenn die Arbeitslosen künftig also weitere Wege zur zuständige Niederlassung der Bundesagentur für Arbeit haben, dann helfen sie sicher über Fahrkartenkäufe und eventuell nötige Unterwegsverpflegung auch noch die Wirtschaft anzukurbeln! Zudem lassen sich dann noch viel öfter "Kürzungen" wegen verspäteten Erscheinens zu vereinbarten Terminen durchsetzen, wenn man diese Termine so setzt, daß sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht praktisch realisierbar sind!
Clawog 15.07.2011
Das kann man so akzeptieren, denn es stimmt sogar. Man wundert sich nur, warum dieses massive bürokratische Gebilde nicht etwas Plus produziert. Wohl zu viel Verschwendung.
Das kann man so akzeptieren, denn es stimmt sogar. Man wundert sich nur, warum dieses massive bürokratische Gebilde nicht etwas Plus produziert. Wohl zu viel Verschwendung.
Hosterdebakel 15.07.2011
legen "wir" die Synergie-Effekte alle zusammen, sparen nicht nur zukünftig ca. 21 Arbeitsämter durch eine Zusammenlegung ein, sondern direkt 177 und lassen dann alle ALG I, Kindergeld etc. Leistungsempfänger in [...]
Zitat von ArtikelDie Zahl ihrer Standorte will die BA von jetzt 178 auf etwa 156 verringern. Geplant sei beispielsweise, kleinere Standorte mit größeren zu verschmelzen, um kundenfreundlicher zu werden, teilte die Behörde mit. Schließungen seien in Einzelfällen nicht ausgeschlossen. Der Verwaltungsrat habe auf seiner Sitzung grundsätzlich grünes Licht für das Vorhaben gegeben....
legen "wir" die Synergie-Effekte alle zusammen, sparen nicht nur zukünftig ca. 21 Arbeitsämter durch eine Zusammenlegung ein, sondern direkt 177 und lassen dann alle ALG I, Kindergeld etc. Leistungsempfänger in Nürnberg vorstellig werden. (Wer Ironie findet darf sie behalten)
syramon 15.07.2011
erstmal müsste von einer unabhängigen Prüfgesellschaft eine genaue Bilanz erstellt werden. Dazu gehören mit Sicherheit auch Verwaltungskosten, Personalkosten, Pensionszusagen, Kreditzinsen usw., also nicht nur die reinen [...]
erstmal müsste von einer unabhängigen Prüfgesellschaft eine genaue Bilanz erstellt werden. Dazu gehören mit Sicherheit auch Verwaltungskosten, Personalkosten, Pensionszusagen, Kreditzinsen usw., also nicht nur die reinen Auszahlungen an Leistungsempfänger.
deppvomdienst 15.07.2011
Ein Arbeitsamt für Deutschland auf der Zugspitze reicht aus! Öffnungszeiten donnerstags von 04:30-04:45 Uhr. wer sich nicht persönlich dort meldet, kann leider nicht als Arbeit suchend erfasst werden. Wenn das mal nicht die [...]
Zitat von sysopIn der Kasse der Arbeitsagentur sieht es besser aus als erwartet: Die Behörde will das Jahr dank des Aufschwungs mit einem deutlich geringeren Defizit abschließen. Künftig sollen Arbeitslose in Deutschland an weniger Standorten betreut werden. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,774774,00.html
Ein Arbeitsamt für Deutschland auf der Zugspitze reicht aus! Öffnungszeiten donnerstags von 04:30-04:45 Uhr. wer sich nicht persönlich dort meldet, kann leider nicht als Arbeit suchend erfasst werden. Wenn das mal nicht die Arbeitslosigkeit senkt ... Rekordjahr am Arbeitsmarkt, aber die Arbeitsagentur macht Schulden (wenn auch weniger als befürchtet). Was muss denn passieren, bevor Schwarz/Gelb endlich mal einen stimmigen Haushalt aufstellt, der ohne Schulden auskommt? Was für Pfeifen, diese Regierung! H-I-L-F-E !!!
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