Autobauer Ford kritisiert Einreiseverbot "Wir unterstützen diese Politik nicht"

Politiker, Gewerkschaften und jetzt auch Autobauer: Der Konzern Ford hat das von US-Präsident Trump erlassene Einreise-Dekret kritisiert, weil es "gegen die Werte unserer Firma verstößt".

Präsident Trump zeigt auf Mark Fields, CEO Ford, bei einem Treffen am 24. Januar
AP

Präsident Trump zeigt auf Mark Fields, CEO Ford, bei einem Treffen am 24. Januar


Ford distanziert sich von dem Einreiseverbot von Donald Trump. Bill Ford Junior, Vorsitzender der Ford Motor Company, und CEO Mark Fields sagten in einer Stellungnahme gegenüber Angestellten: "Wir unterstützen diese Politik nicht oder irgendeine andere, die gegen die Werte unserer Firma verstößt."

Trump hatte am Samstag per Dekret ein Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Staaten verhängt. Mehrere US-Konzerne wie Tesla und Starbucks hatten die Entscheidung kritisiert.

Ford und Fields sagten, ihnen sei nicht bekannt, dass ein Arbeitnehmer von Ford von der Regelung betroffen sei. Der Autobauer hat seinen Hauptsitz in Dearborn, Michigan, wo viele arabischstämmige Amerikaner leben.

Fields hatte sich in der vergangenen Woche zweimal mit Trump getroffen, um über wirtschaftliche Themen zu sprechen. Trump hatte Ford scharf kritisiert, nachdem der Autobauer einige Produktionen nach Mexiko verlagern wollte. In den vergangenen Wochen hatte Trump den Autobauer jedoch gelobt, nachdem dieser angekündigt hatte, in den USA zu investieren.

Auch die Gewerkschaft "United Automobile Workers" sagte: "Wir lehnen jede Art der Diskriminierung ab und prangern jede Form der Politik an, die Menschen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft beurteilt."

General Motors, Fiat, Toyota und Honda wollten sich nicht zu Trumps Einwanderungspolitik äußern. GM-Vizepräsident Mark Reuss sagte lediglich: "GM ist ein globales Unternehmen."

koe/Reuters

insgesamt 15 Beiträge
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360° 30.01.2017
1. Würde ich auch sagen, wenn ich Manager bei Ford wäre.
Schließlich verkauft Ford auch in den Arabischen Raum. Ändern am Gesetz tut diese Aussage gar nichts, also mehr ein Marketing-Element.
ackergold 30.01.2017
2.
Zitat von 360°Schließlich verkauft Ford auch in den Arabischen Raum. Ändern am Gesetz tut diese Aussage gar nichts, also mehr ein Marketing-Element.
Aber nicht mehr lange. Die Fords für Arabien werden übrigens in Deutschland hergestellt.
willibaldus 31.01.2017
3.
Sollte mich nicht wundern, wenn der Trump, Bannon und weitere von den Cronies weisse Kapuzen im Schrank liegen hätten.
neoleo99 31.01.2017
4. Ja, die sind sich doch sonst immer einig, die Wirtschaftsbosse
Vielleicht wäre ein Kartell von der richtigen Art, diesmal die Antwort auf Trump. Arbeitsniederlegung in allen 'ausländischen' Autokonzernen in den USA, und jenen die in Mexiko produzieren. Wenn der Laden still steht, erst dann bekommt es Trump mit der Angst zu tun. Man könnte auch einen Generalstreik ausrufen, aber wenn Trump so weiter macht, ist das letztlich sogar unausweichlich. Das ehemalige Personal des Aussenmiinisteriums hat es ja schon vorgemacht, bzw. wurrde gefeuert, weitere werden bestimmt folgen. Was will Trump tun: sie alle wie Erdogan verhaften lassen, wegen 'Hochverrats' oder 'Arbeitsverweigerung' ?
neoleo99 31.01.2017
5. Ja, die sind sich doch sonst immer einig, die Wirtschaftsbosse
Vielleicht wäre ein Kartell von der richtigen Art, diesmal die Antwort auf Trump. Arbeitsniederlegung in allen 'ausländischen' Autokonzernen in den USA, und jenen die in Mexiko produzieren. Wenn der Laden still steht, erst dann bekommt es Trump mit der Angst zu tun. Man könnte auch einen Generalstreik ausrufen, aber wenn Trump so weiter macht, ist das letztlich sogar unausweichlich. Das ehemalige Personal des Aussenmiinisteriums hat es ja schon vorgemacht, bzw. wurrde gefeuert, weitere werden bestimmt folgen. Was will Trump tun: sie alle wie bei Erdogan verhaften lassen, wegen 'Hochverrats' oder 'Arbeitsverweigerung' ?
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