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Debatte über Schuldenkrise: Sollen wir den Euro aufgeben?

Das Endspiel um den Euro hat begonnen. In diesen Wochen wird sich zeigen, ob die gemeinsame Währung überleben kann. Wäre es besser, den Euro scheitern zu lassen, als ständig neue Rettungspakete zu schnüren? Führende Ökonomen geben Antwort auf die entscheidende Frage der Krise.

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EZB-Zentrale in Frankfurt: Ist ein Ende mit Schrecken die bessere Lösung?

Hamburg - Es sind Schicksalstage für den Euro. Am kommenden Donnerstag und Freitag treffen sich die 27 Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel, um die ultimative Lösung für die Krise zu finden. Allen Beteiligten ist klar: Dieses Mal muss die Antwort sitzen, einen weiteren Gipfel mit folgenlosen Beschlüssen kann sich Europa nicht mehr leisten. Nun sei die "kritische Phase" angebrochen, sagt Währungskommissar Olli Rehn.

Tatsächlich scheint der Höhepunkt der bald zweijährigen europäischen Misere erreicht zu sein. Was mit dem ersten Rettungspaket für Griechenland im Frühling 2010 anfing, ist inzwischen zur Krise Kerneuropas geworden: Frankreich bangt um seine Top-Bonität, Italien und Spanien müssen Investoren Rekordzinsen zahlen, damit diese ihnen ihre Staatsanleihen abnehmen. Dass der Verkauf der Papiere nicht noch teurer wird, ist nur dem massiven Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu verdanken, die seit Monaten Anleihen der Krisenstaaten aufkauft. Auch die konzertierte Geldmarktflutung der EZB mit den Notenbanken der USA, Japans, Kanadas, Großbritanniens und der Schweiz zeigte, wie dramatisch die Lage inzwischen ist.

Nur einen Tag später war die Euphorie an den Börsen wieder verpufft. Auch andere Versuche, die Finanzmärkte zur Ruhe zu bringen, sind in den vergangenen Wochen und Monaten kläglich gescheitert - etwa die Hebelung des Rettungsschirms EFSF. Und gegen die beiden verbliebenen Lösungen, die Einführung sogenannter Euro-Bonds und ein unbegrenztes Eingreifen der EZB, sperrt sich Deutschland bislang vehement.

Bleibt die Frage: Was hilft in der Euro-Krise eigentlich wirklich? Oder anders gefragt: Lohnt es sich noch, immer wieder Geld und Zeit in das Projekt zu stecken - oder wäre ein Ende mit Schrecken nicht die bessere Lösung? SPIEGEL ONLINE hat Top-Ökonomen um Antwort gebeten. Klicken Sie auf die Porträts der Wissenschaftler.

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