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Studie zu deutschen Großstädten: Debatte um Mietpreisbremse treibt Mieten in die Höhe

Wohnungsbau in Köln: Grüne fordern schnelle Umsetzung Zur Großansicht
DPA

Wohnungsbau in Köln: Grüne fordern schnelle Umsetzung

Die Diskussion um die Mietpreisbremse sorgt offenbar für Torschlusspanik bei Hausbesitzern. Laut einer Studie sind die Mieten in Großstädten zuletzt besonders stark gestiegen.

Frankfurt am Main - Die Debatte über die Einführung einer Mietpreisbremse hat einem Bericht zufolge offenbar das Gegenteil bewirkt. Die "Rhein-Neckar-Zeitung" berichtet in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf eine Studie für die Bundestagsfraktion der Grünen, dass die Mieten vor allem in den städtischen Ballungsräumen künstlich befeuert anzögen. Die Analyse des Mietmarkts in elf Städten ergab demnach, dass die Mieten "zeitlich parallel zu den politischen Ankündigungen bezüglich einer Mietpreisbremse" deutlich angestiegen seien.

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Dies spreche dafür, dass die Vermieter, so lange sie noch könnten, "vorsorglich" handelten, um den möglichen Folgen eines solchen Gesetzes zu begegnen, zitiert die Zeitung aus der Studie. Der Grünen-Bauexperte Chris Kühn fordert die Regierung vor diesem Hintergrund zum raschen Handeln auf. "Durch die Ankündigungen ohne konsequente Umsetzung hat die Große Koalition die Kosten immer wieder angeheizt", sagt er in der "Rhein-Neckar-Zeitung". Die Mietpreisbremse müsse nun "schnellstmöglich in die Tat umgesetzt" werden.

Der Bundestag berät am Donnerstag über den Gesetzentwurf. Die "Bild"-Zeitung berichtet dazu unter Berufung auf ein Gutachten des Eigentümerverbands Haus & Grund, dass das geplante Gesetz verfassungswidrig sei. Der aktuelle Gesetzentwurf verletze das Eigentumsrecht der Haus- und Wohnungseigentümer, zitiert die Zeitung aus dem Gutachten. Durch die Mietpreisbremse sei die Wirtschaftlichkeit der Wohnraumvermietung nicht mehr gewährleistet. Vermieter würden sich deshalb vom Markt zurückziehen.

mik/AFP

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insgesamt 170 Beiträge
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1. Wann sehen endlich die Gegner der Entwürfe ein,
atherom 13.11.2014
dass die Einführung der Planwirtschaft auf dem Immobiliensektor -gerade wegen der guten Erfahrungen in der DDR mit derartigen Wirtschaften- alternativlos ist?
2. Dass das passieren wird, muss doch dem Dümmsten klar gewesen sein!
solarfix 13.11.2014
Dieses Verhalten kann man überall dort sehen, wo Einschränkungen angekündigt werden. Aber für Politiker muss scheinbar ein neuer Begriff für Dummheit erfunden werden.
3. Vorhersehbarer Unsinn
interessierterleser1965 13.11.2014
Das gehörte genau zu den Szenarien, die Kritiker vorhergesagt haben. Aber weder die SPD noch Minister Maas wollten das glauben. Der Markt läßt sich nicht aushebeln lieber Politiker. So werden nur potentielle Investoren abgeschreckt oder in Panik zu solchen Maßnahmen getrieben. Wohnungen werden auch heute noch in der breiten Masse von privaten Einzelpersonen angeboten. Du und ich, wie es so schön heißt. Und jeder dieser privaten Investoren muss einen gewissen Ertrag erwirtschaften, sonst funktioniert das nicht. Und dieser Zwang verschwindet auch nicht durch ein Gesetz. Im günstigsten Fall bekommt jetzt der Zahnarzt die schicke Altbauwohnung im Szeneviertel eben jetzt zum Sozialtarif. Die alleinerziehende Mutter, die von Hartz 4 lebt, kriegt sie so auch nicht.
4. Genial
carlitom 13.11.2014
"...sind die Mieten in Großstädten zuletzt besonders stark gestiegen." Tolle Aktion. Das hat sich ja gelohnt. Die Idee hat also genau zum Gegenteil von dem geführt, was sie erreichen sollte - JETZT gibt es GAR keinen bezahlbaren Wohnraum mehr in Ballungszentren. Super.
5. natürlich
CommonSense2006 13.11.2014
Und ich weiß nicht, wie oft das hier im Forum vorher schon gestanden hat, dass genau das passieren würde. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert...
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