Interview mit Post-Vorstand Gerdes Post baut E-Autos mit größerer Reichweite

Schneller, weiter, mehr: Die Post treibt den Bau von Elektrofahrzeugen voran. Demnächst kommt auch ein Modell mit Brennstoffzellenantrieb dazu.

Elektrofahrzeuge der Post
DPA

Elektrofahrzeuge der Post


Für den Bau ihrer Streetscooter hat die Post eine zweite Fabrik in Düren gekauft, sagte Post-Vorstand Jürgen Gerdes in einem Interview mit dem SPIEGEL. In den Hallen eines ehemaligen Automobilzulieferers sollen in den kommenden Monaten 250 Arbeitsplätze neu entstehen und pro Jahr 10.000 weitere Streetscooter vom Band laufen. "Aber wir können die Kapazität sehr schnell mehr als verdoppeln", so Gerdes. Außerdem sollen die Streetscooter künftig auch in Varianten mit größerer Reichweite und schnellerer Geschwindigkeit angeboten werden.

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Heft 40/2017
"Wir sind im freien Fall"

In Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Hochschule Aachen hat Gerdes ein Streetscooter-Modell mit umweltfreundlichem Brennstoffzellenantrieb entwickelt - mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Bereits 2018 will die Post 500 dieser Autos bauen und in den Probebetrieb nehmen.

Kritik an der angeblich mangelnden Qualität der Streetscooter bezeichnete Gerdes als "Unsinn". Das Fahrzeug sei sechs Tage in der Woche unter härtesten Bedingungen im Zustellbetrieb im Einsatz. Wenn es nicht funktionieren würde, "könnten wir das Zustellgeschäft einstellen".

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am/fdo

insgesamt 94 Beiträge
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Seite 1
ericus 29.09.2017
1. Kritik an der Qualität?
Das Fz. hat puren Nutzfahrzeugcharakter und erfüllt Grundbedürfnisse der Post. Wenn mit Qualität Pkw-Qualität gemeint ist, dann war und ist das einfach nicht der Benchmark der hier anzulegen ist.
karl-felix 29.09.2017
2. Ich
denke insbesondere bei Brennstoffzellen-E-Bussen müsste ein grosser Markt in Europa vorhanden sein, das Fernbus-System funktioniert nur, wenn die Busse auch in die Städte gelassen werden und da ist ein alternativer Antrieb wohl Voraussetzung . Brennstoffzelle-Akku-E-Motor in die Fernbusse und ab geht die Post . Die sollten mal mit Volvo reden , dann kommen die auch an chinesisches know-how .
mcpoel 29.09.2017
3. Umweltfreundliche Brennstoffzellen...?
Warum schreibt der Autor solch einen Unsinn? Brennstoffzellen werden mit Wasserstoff betrieben. Abgesehen, davon, daß dieser realistisch meist fossilem Ursprung ist, kann Wasserstoff nur großindustriell verarbeitet werden, braucht neue Infrastruktur wg. Lagerung und hohen Drücken, verschlingt viel Energie bei Verarbeitung/Transport/Kompression, und vom eigenen Dach wird er wohl nie kommen. Dezentralisiert wird dadurch der Krafstoffmarkt bestimmt nicht. Der bleibt in der Hand der MinÖl Industrie. Die Brennstoffzelle kann daher kein brauchbarer Antrieb sein und ist auch nicht umweltfreundlich.
brasilpe 29.09.2017
4. Verwunderlich.
Alle tun immer so, als seien Elektroautos etwas ganz großartig Neues. Als ich vor fünfundsiebzig Jahren Kind war, hat die Post in Danzig alle Pakete mit Elektroautos ausgefahren.
anselmwuestegern 29.09.2017
5.
Wenn sie den Posteinsatz aushalten, sind die Fahrzeuge sicher Alltagstauglich. Luxus sollte man jedoch nicht erwarten, wenn die Zielgruppe Pakete, Päckchen und Briefe sind. Das kann später hinzu kommen, wenn die Dauerhaftigkeit der Technik erst einmal belegt ist. Eine ganz andere Frage ist das Sexappeal solcher Fahrzeuge. Da sind die klassischen Hersteller noch länger vorne.
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