Statistisches Bundesamt Starker Export kurbelt deutsche Wirtschaft an

Deutschlands Wirtschaft boomt: Steigende Ausfuhren und Investitionen haben in den Sommermonaten das Wachstum angetrieben.

Container im Hamburger Hafen (Archivfoto)
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Container im Hamburger Hafen (Archivfoto)


Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo im dritten Quartal erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt mit. Es bestätigte damit eine erste Schätzung.

Impulse kamen in den Sommermonaten Juli bis September nach Angaben der Statistiker vom Außenhandel, der von der Erholung der Weltwirtschaft profitierte. Die Exporte legten im dritten Quartal stärker zu als die Importe. Auch die gestiegenen Investitionen der Firmen in Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge schoben die Konjunktur an (plus 1,5 Prozent). Bauinvestitionen sanken hingegen leicht um 0,4 Prozent.

Im zweiten Vierteljahr war die deutsche Wirtschaft um 0,6 Prozent gewachsen. Im ersten Quartal betrug der Zuwachs 0,6 Prozent.

Deutschland bleibt damit ein Zugpferd für die Eurozone: Hier lag das Wirtschaftswachstum in den Sommermonaten bei 0,6 Prozent. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet für 2017 ein Wachstum von 2,0 Prozent. Es wäre das achte Jahr mit einem Plus in Folge. Für 2018 werden 2,2 Prozent vorausgesagt.

Die meisten Experten gehen derzeit nicht davon aus, dass sich das Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen zur Bildung einer Bundesregierung kurzfristig negativ auf die Konjunktur auswirkt. (Warum die Folgen des Scheiterns für die deutsche Wirtschaft gering sind, lesen Sie hier.)

Die staatlichen und privaten Konsumausgaben stagnierten den Angaben zufolge dagegen in etwa auf dem Niveau des zweiten Vierteljahres. Die Verbraucher sind angesichts der historisch günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt und der Zinsflaute zwar weiter in Kauflaune. Zuletzt hatte nach Angaben der GfK-Konsumforscher die Preisentwicklung die Stimmung allerdings etwas gedämpft.

asa/dpa/Reuters



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