Größtes Minus seit 2007 Umsatz des Einzelhandels bricht massiv ein

Der Umsatz des deutschen Einzelhandels ist im September um mehr als drei Prozent zurückgegangen - so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. Besonders Textilien, Schuhe und Lederwaren blieben in den Geschäften liegen.

Passanten mit Einkaufstüten in Hamburg: Konsumklima eingetrübt
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Passanten mit Einkaufstüten in Hamburg: Konsumklima eingetrübt


Wiesbaden - Der Umsatz des deutschen Einzelhandels ist im September so stark gefallen wie seit mehr als sieben Jahren nicht mehr. Konkret gingen die Einnahmen im Vergleich zum Vormonat um 2,9 Prozent zurück, teilte das Statistische Bundesamt mit. Preisbereinigt fiel das Minus mit 3,2 Prozent sogar noch etwas größer aus. Analysten hatten nur einen Rückgang um 0,9 Prozent erwartet.

Besser sieht das Ergebnis im Vergleich zum September 2013 aus. Hier zogen die Umsätze um 2,9 Prozent an. Allerdings zählte der September in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr. Besonders gut liefen die Geschäfte demnach in Apotheken, auch Supermärkte und Warenhäuser kamen auf ein deutliches Plus von 5,4 Prozent. Der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren brach dagegen um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein.

Im Gesamtjahr erwartet der Branchenverband HDE ein Umsatzplus des deutschen Einzelhandels von rund 1,5 Prozent. Von Januar bis September nahm die Branche bereits 1,8 Prozent mehr ein als im Vorjahreszeitraum. Für Rückenwind sorgen die gute Lage am Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen, steigende Löhne und die geringe Inflation.

Allerdings hatte sich das Konsumklima im September und Oktober jeweils leicht eingetrübt, da internationalen Krisen wie die in der Ukraine die Verbraucher zunehmend verunsichern. Für November zeigt das von den GfK-Marktforschern ermittelte Barometer aber wieder nach oben.

vks/Reuters/dpa



insgesamt 96 Beiträge
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cn459 31.10.2014
1. Da muss ein Fehler enthalten sein
Das kann gar nicht sein, dass der Konsum zurück gegangen ist. Die Lobbyorganisation des Einzelhandels, die GfK, hat gerade vor sechs Tagen den Konsumklimaindex von 8,4 auf 8,5 erhöht.
Pfaffenwinkel 31.10.2014
2. Das große Weihnachtsgeschäft
steht vor der Türe - und dann ist die deutsche Konsumwelt wieder in Ordnung.
debahn 31.10.2014
3. blubb
Das ist ja auch kein Wunder, oder!? Jeder hat alles und noch viel mehr und wenn man auf die Preisschilder schaut, kann man nicht mal mehr lachen. Der Untergang naht. :-)
Berg 31.10.2014
4.
DAS soll nun das Ergebnis der professionellen Konsumforscher sein? Es ist vollkommen unverständlich, wie sich die Frauen wegen der Ukraine vom T-Shirt-Kauf abhalten lassen sollen. Leute: die Schränke sind voll! DAS isses! Uberfluss, Überschuss, Überdruss!
dbrown 31.10.2014
5. Kein Wunder
Jeder Depp kauft nur noch online ein.
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