Deutschland Arbeitslosenquote bei Akademikern auf historischem Tiefstand

Studieren lohnt sich: In Deutschland sind so wenig Akademiker arbeitslos wie seit 1980 nicht mehr. Auch mit beruflicher Ausbildung steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Bundesagentur für Arbeit
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Bundesagentur für Arbeit


Akademiker müssen sich derzeit kaum vor Arbeitslosigkeit fürchten. Unter Menschen mit einem Hochschulabschluss lag die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr bei 2,3 Prozent, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilte. Das war 0,1 Punkte besser als im Jahr zuvor und gleichzeitig die niedrigste Quote seit dem Jahr 1980. Damals hatte sie bei 1,8 Prozent gelegen.

"Je höher die Qualifikation, desto besser ist die Position auf dem Arbeitsmarkt", sagte IAB-Forscher Enzo Weber. Bildung sei der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. "Das gilt in Zukunft umso mehr, da die Anforderungen in der Arbeitswelt weiter steigen werden, nicht zuletzt durch die Digitalisierung."

Ebenfalls verbessert hat sich die Beschäftigungssituation für Menschen mit beruflicher Ausbildung: Ihre Arbeitslosenquote lag 2016 mit 4,2 Prozent fast einen halben Prozentpunkt niedriger als im Jahr 2015. Menschen ohne Berufsabschluss waren dagegen besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen: In dieser Gruppe war 2016 mit rund 19 Prozent knapp jeder Fünfte ohne Arbeit.

bam/dpa-afxp



insgesamt 94 Beiträge
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Richard Hörner 10.10.2017
1. Gähn
Wie oft muss man erwähnen, dass Akademiker oftmals nicht ihren Qualifikationen entsprechende Arbeiten verrichten müssen....also werden dadurch schlechter ausgebildete Menschen verdrängt, die eigentlich "dem Job entsprechende Qualifikationen" haben. Das ist nicht toll - das ist erbärmlich. Die einzigen, die darüber lachen, sind die Arbeitgeber.
gerd33 10.10.2017
2. Interessant, aber ....
Die Ausführungen sind interessant, aber kann jemand mitteilen, wie hoch der Anteil der Akademiker ist, die in ihrem tatsächlich studierten Fach beruflich tätig sind oder zumindest eine Arbeit ausüben, die eine akademische Ausbildung erfordert. Die Akademiker, gerade aus Orchideenfächern, die notgedrungen als Kellner oder Taxifahrer oder Dauer-"Praktikant" ihren Lebensunterhalt erwirtschaften müssen, sollten in dieser Erhebung nicht auftauchen.
Tschepalu 10.10.2017
3. Welch eine Lüge..............
Ich, Dipl.-Kfm., 59, 2 Fremdsprachen fließend, total mobil, bin vor 10 Jahren arbeitslos geworden (unverschuldet). Ich suche seit 10 Jahren!!!!! eine neuen Beschäftigung. Ich habe mich auf alles, aber wirklich alles beworben, unabhängig von der Qualifikation. Antwort falls eine überhaupt zurück kam, stets zu alt oder überqualifiziert. Auch war ich bereit für deutlich weniger zu arbeiten. Fehlanzeige! Und wenn ich jetzt so was lese könnte ich k...Diese Lügen der Regierung bzw. deren Institutionen ist unerträglich. Ich warte hier dringend auf Antworten, meldet euch wenn ihr Mut habt mit mir hier zu diskutieren....
womo88 10.10.2017
4. Schön, und was machen eir jetzt?
Viele Abschlüsse in der DDR werden nicht anerkannt. Meine Frau ist arbeitslos, weil ihr akademischer Abschluss nicht anerkannt wird. Der war halt aus der DDR.
Normaler Wutbürger 10.10.2017
5. Schön ...
Deutschland ist drauf und drann sich sein Handwerk "kauputtzubilden". Die seit Jahren anhaltende Propaganda, die suggeriert ohne Abitur oder Studium sei man "nichts wert", sorgt jetzt schon dafür, das der Nachwuchs im Handwerk fehlt. Das Handwerk ist das Rückrat der Gesellschaft. Und nur darauf zu setzen, dass der Bedarf aus osteuopäischen Staaten, oder von Flüchtlingen gedeckt werden kann, ist einfach fatal. Gleichzeitig werden Qualifikationsnachweise zur Ausübung eines Handwerks abgeschafft, wie bei der Novellierung 2004, wo in vielen Handwerksberufen der Wegfall der Meisterpflicht beschlossen wurde. Geführt hat es zu einer schwemme von Ein-Personen-Unternehmen, Preisverfall, einem massiven Rückgang von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und massiven Rückgang der Ausbildungszahlen. Das einzige was gestiegen ist, sind durch Sachverständige aufzuklärende Schadensfälle, die sich seit 2004 mehr als verzehnfacht haben.
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