Konjunktur Staat erzielt Milliardenüberschuss im ersten Halbjahr

Die Exportwirtschaft erzielt laufend Rekordwerte, der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Also läuft es auch für Bundesfinanzminister Scholz: Die Einnahmen im ersten Halbjahr 2018 übertreffen die Ausgaben um fast 50 Milliarden Euro.

Baustelle in Berlin
DPA

Baustelle in Berlin


Der deutsche Staat hat im ersten Halbjahr 2018 einen Überschuss von 48,1 Milliarden Euro erzielt. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen im ersten Halbjahr 48,1 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Der Haushaltsüberschuss entspricht 2,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Ein größeres Plus in der ersten Jahreshälfte gab es noch nie.

"Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung konnten damit weiter von einer günstigen Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer moderaten Ausgabenpolitik profitieren", erklärten die Statistiker.

Hintergrund ist die robuste Konjunktur: Die deutsche Wirtschaft hat im Frühjahr an Tempo gewonnen. Im zweiten Quartal habe die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 0,5 Prozent zugelegt, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden in einer zweiten Schätzung mit. Die Behörde bestätigte damit wie erwartet eine erste Erhebung. Im ersten Quartal war die größte europäische Volkswirtschaft um 0,4 Prozent gewachsen.

Wegen der guten Konjunktur schreibt der Staat bereits seit 2014 schwarze Zahlen. Im Aufschwung steigen die Steuer- und Beitragseinnahmen, während niedrige Zinsen auf der Ausgabenseite entlasten.

mik/Reuters



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.