Immobilien Preise für Wohnungen und Häuser steigen um fast sieben Prozent

2016 sind Wohnungen und Häuser in Deutschland um durchschnittlich 6,6 Prozent teurer geworden. Das ergab eine Auswertung von Kaufverträgen. Es ist der stärkste Anstieg seit mindestens zehn Jahren.

Immobilien (auf Rügen)
DPA

Immobilien (auf Rügen)


Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zeigt keine Anzeichen von Entspannung: Wohnungen und Häuser in Deutschland sind nach Bankenangaben im vergangenen Jahr durchschnittlich 6,6 Prozent teurer geworden. Für Gewerbeimmobilien gingen die Preise um sechs Prozent nach oben, wie der Verband Deutscher Pfandbriefbanken bei der Vorstellung des vdp-Immobilienpreisindex mitteilte. Das sind die stärksten Preissteigerungen seit mindestens einem Jahrzehnt.

Obwohl mehr gebaut werde, habe sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien nicht entspannt, sagte Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Hintergrund sind weiterhin das stabile Wachstum der deutschen Wirtschaft und niedrige Zinsen, wie der Verband mitteilte.

Mit 7,1 Prozent sind demnach besonders selbst genutzte Eigentumswohnungen teurer geworden, Eigenheime erreichten ein Plus von 6,5 Prozent. Anders als viele Indizes, die auf Angebotspreisen in Inseraten beruhen, bezieht sich der Verband auf tatsächliche Kaufverträge.

Eine ähnliche Entwicklung zeige bei der Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern, die ebenfalls vor allem von Investoren gekauft werden. Wegen der niedrigen Zinsen steigen die Preise mittlerweile schneller als die Wohnungsmieten.

Zum ersten Mal seit dem ersten Quartal 2014 sind auch die Preise für gewerbliche Immobilien stärker gestiegen als diejenigen für Wohnimmobilien. Der entsprechende Index verzeichnete ein Plus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien von in- und ausländischen Investoren hat zum Jahresende hin nochmals spürbar zugenommen.

Weil es internationale Investoren derzeit besonders auf Bürogebäude abgesehen haben, steigen auch die Gewerbemieten wieder stärker.

nck/dpa

insgesamt 93 Beiträge
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pom_muc 10.02.2017
1.
Direkt im Artikel darüber beschreibt Herr Fricke wie niedrig die Inflationsrate in D ist. Gutes Timing für etwas faktenbasierte Realität nach ganz viel hohle Phrasendrescherei in Frickes Kommentar.
soundwaves 10.02.2017
2. Ballungsräume
In der Nähe von Stuttgart (Speckgürtel) sind die Preise im Vergleich vor 2 Jahren um 40!% gestiegen... Ich frage mich manchmal, wie man diese Preise noch bezahlen soll...
Sponatiker 10.02.2017
3. Eine Blase seit mindestens zwei Jahren
Es wird spekuliert ohne Ende. Das gerade 2016 die Preise nochmal so gewaltig gestiegen sind, nachdem sie schon vorher überdurchschnittlich gestiegen sind, zeigt das dort nur spekuliert wird. Nur wer sich ein Haus für sich selber kaufen möchte, kann einen Hauskauf bei diesen Preisen rechtfertigen Alles andere ist absurd. Die Mieten steigen ja nciht genauso wie die Kaufpreise
wet80168 10.02.2017
4.
Zitat von soundwavesIn der Nähe von Stuttgart (Speckgürtel) sind die Preise im Vergleich vor 2 Jahren um 40!% gestiegen... Ich frage mich manchmal, wie man diese Preise noch bezahlen soll...
Na jetzt gar nicht bezahlen. Der grosse Knall nach amerikanischem Vorbild wird kommen. Danach können Sie zuschlagen und kaufen. s ja nicht wie ind er Schweiz, wo die Banken mittlerweile gern 30% in Cash sehen wollen, bevor sie Immokredite vergeben.
_zensiert_ 10.02.2017
5. Wie konnte das passieren?
Da sagen doch die "Experten" schon seit Jahren mit schöner Regelmäßigkeit eine Blase voraus. Und das unmittelbar bevorstehende Platzen dieser Blase. Und nun?
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