Hilfe für Familien Kauder wirbt für Baukindergeld

Unions-Fraktionschef Volker Kauder setzt sich für das sogenannte Baukindergeld ein. Es soll jungen Familien beim Eigenheimbau helfen. Die CSU scheiterte mit derselben Idee vor Jahren.

Eigenheim im Bau
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Eigenheim im Bau


Mit einer alten Idee will Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) jungen Familien den Erwerb von Wohneigentum erleichtern. "Vorstellbar ist beispielsweise ein neues 'Baukindergeld' als zusätzliche Jahreszahlung für junge Familien", sagte Kauder der "Bild"-Zeitung. "Außerdem könnte man daran denken, Immobilien des Bundes vorzugsweise für familienorientierte Bauvorhaben zu vergeben." Die Finanzierung solcher Projekte könne erleichtert werden.

Kauder belebt mit dem Baukindergeld eine Forderung der CSU wieder. Sie hatte 2009 kurz vor der Bundestagswahl eine solche Eigenheimhilfe in Höhe von 1200 Euro je Kind gefordert - sie konnte sich jedoch gegen den Widerstand des damaligen Koalitionspartners FDP nicht durchsetzen. Die CSU wollte das Baukindergeld als Ersatz für die abgeschaffte Eigenheimzulage einführen.

Derzeit befeuern die Konjunktur und niedrige Zinsen in Deutschland einen Bauboom. Allerdings sind dabei auch die Immobilienpreise in die Höhe geschossen, weshalb Wohneigentum für viele Menschen unerschwinglich geworden ist.

Gerade in Großstädten und deren Nähe sei es für junge Familien wichtig, eine bezahlbare Wohnung zu finden, warb Kauder für seinen Vorschlag. "Wir müssen noch mehr an die junge Generation denken, die die künftigen Renten bezahlen muss."

kig/Reuters/dpa



insgesamt 55 Beiträge
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mhwse 31.10.2016
1. wenn 3 reiche Familien
die sich das Bauen ohnehin leisten können darauf hin Häuser bauen, löst das weder das Nachwuchsproblem für die Rentenkassen, noch das Wohnungsproblem. Zurück bleiben Familien in Privat-Insolvenz mit schlecht ausgebildeten Kindern - naive Konservativen Denke ..
willi_ac 31.10.2016
2. Wie wäre es denn ...
... die Grunderwerbssteuer für eine selbstgenutzte Immobilie zu streichen? Einerseits ist Mobilität von Arbeitnehmern erwünscht, andererseits verbrennt man durch Kaufen und Verkaufen einer Wohnimmobilie z.B. aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels sehr viel Geld. Hier könnte man sehr einfach etwas für "den kleinen Mann" tun und Spekulanten und Investoren etwas bremsen.
kunnukun 31.10.2016
3. Flächenverbrauch
Ich bin sehr angetan von der Förderung weiteren Flächenverbrauchs und empfehle Herrn Kauder Lektüre: http://www.difu.de/publikationen/difu-berichte-22010/nachhaltige-flaechenpotenziale-erfassen-und-bewerten-neue.html http://www.springerprofessional.de/innenentwicklung-vor-aussenentwicklung/4094578.html
kuschl 31.10.2016
4. Die Politiker entdecken das Volk wieder
Ist ja bald Wahljahr, da entdecken die Politiker das Volk wieder. Der Wähler, der im ersten Jahr nach der Wahl die Giftlisten vorgesetzt bekommt, kann sich jetzt seiner Wiederentdeckung in Sachen Wahlgeschenke freuen, ansonsten soll er die Klappe halten.
willi_ac 31.10.2016
5.
... weil die Preise in die Höhe geschossen sind" - das klingt vielleicht im ersten Moment logisch, wenn man aber marktwirtschaftlich denkt, wird andersherum ein Schuh 'draus: Offensichtlich sind viele Menschen willens und in der Lage sich eine Immobilie anzuschaffen, so dass bei einem begrenzten Markt die Preise in die Höhe gehen. Gäbe es keine ausreichende Anzahl ernsthafter Kaufinteressenten bzw. Käufer, würde der Preis sinken. Also nicht nur jammern, sondern dabei auch festhalten, dass es ausreichend viele Menschen bzw. Familien gibt, die in diesem Markt mitspielen können.
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