Mehr Kaufkraft Löhne steigen stärker als die Preise

Arbeitnehmer in Deutschland können sich im Schnitt etwas mehr leisten: Die Reallöhne legen zu. Besonders hoch fallen offenbar die Gehaltserhöhungen bei Energieversorgern und Industriebetrieben aus.

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Die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Deutschland ist im zweiten Quartal 2018 weiter gewachsen - trotz der ebenfalls steigenden Preise. Nach Abzug der Inflation hatten die Menschen 0,5 Prozent mehr Geld als ein Jahr zuvor, hat das Statistische Bundesamt errechnet.

Für die Berechnung wird der sogenannte Reallohn herangezogen. Er entspricht dem tatsächlich ausgezahlten Lohn - auch Nominallohn genannt - der um die Teuerung bereinigt wird. Die gezahlten Nominallöhne erhöhten sich zum Vorjahresquartal um 2,5 Prozent, die Inflation legte um zwei Prozent zu.

Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort. Letztmalig leicht gesunken sind die Reallöhne im dritten Quartal 2013. Von 2007 bis 2017 kletterten die Nominallöhne inklusive Sonderzahlungen um 25,8 Prozent, während die Verbraucherpreise nur um 13,7 Prozent stiegen. Für das erste Quartal 2018 hatte das Bundesamt ein Reallohnplus von 1,1 Prozent errechnet.

Überdurchschnittlich hohe nominale Verdienststeigerungen gab es im Zeitraum April bis Ende Juni 2018 unter anderem in der Energieversorgung (plus 4,5 Prozent) und in der Industrie (plus 4,1 Prozent). Deutlich geringer stiegen die Verdienste in der öffentlichen Verwaltung (plus 0,6 Prozent).

beb/dpa

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