Arbeitsmarkt Zahl der Minijobber steigt auf knapp 2,5 Millionen

Immer mehr Menschen arbeiten neben ihrem Hauptjob in einem Minijob. Rund jeder zwölfte Arbeitnehmer bezieht mittlerweile Geld aus einer zweiten Tätigkeit.

Minijobberin in einer Bar
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Minijobberin in einer Bar


In Deutschland gibt es immer mehr Arbeitnehmer, die neben einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zusätzlich in einem Minijob tätig waren. Diese Zahl ist von rund 1,4 Millionen im Jahr 2004 auf knapp 2,5 Millionen im Jahr 2015 gestiegen. Einen entsprechenden Bericht der "Ruhr Nachrichten" bestätigte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.

Damit hat rund jeder zwölfte Arbeitnehmer in Deutschland (8,1 Prozent) zusätzlich einen Minijob. Als einen Minijob definiert man ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem das Gehalt die Grenze von 450 Euro im Monat nicht überschreitet oder das nur kurz andauert.

Zum Stichtag 30. Juni 2015 wurden demnach 2,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit zusätzlichem Minijob gezählt. Davon waren rund 1,4 Millionen Frauen (56 Prozent) und 1,0 Millionen Männer (44 Prozent). Die Zahlen erhebt die Bundesagentur für Arbeit einmal im Jahr.

"Für immer mehr Beschäftigte reicht ihr Einkommen aus einem Job nicht aus und sie müssen sich mit einem Minijob etwas dazuverdienen", sagte die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke), die die Daten angefragt hatte.

Insgesamt sind in Deutschland 7,3 Millionen Menschen gering beschäftigt. 4,9 Millionen davon beziehen ihr Einkommen ausschließlich aus einem Nebenjob.

msc



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