DGB-Chef Hoffmann Flüchtlinge sollen soziale Tätigkeiten erledigen

So recht konkret scheint auch der Deutsche Gewerkschaftsbund nicht zu wissen, wie man die Flüchtlinge in Deutschland beschäftigen könnte. Vorsitzender Hoffmann schlägt soziale Arbeiten vor, die andernfalls liegenblieben.

DGB-Vorsitzender Hoffmann: Neuankömmlinge nicht zwangsläufig Konkurrenz
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DGB-Vorsitzender Hoffmann: Neuankömmlinge nicht zwangsläufig Konkurrenz


Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Schaffung eines sozialen Arbeitsmarktes für Flüchtlinge. "Ich kann mir vorstellen, dass wir für eine gewisse Zeit einen sozialen Arbeitsmarkt schaffen für gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten, die ansonsten nicht erledigt würden", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der "Welt". Das Modell sei nicht neu, "das fordern wir auch für bestimmte Arbeitslose - allerdings mit einem Mindestlohn und Sozialversicherung".

Ob sich Flüchtlinge dafür eignen, müsse man dann sehen, erklärte der DGB-Chef. "Aber es sollte Projekte geben, in denen wir Verschiedenes ausprobieren", zitierte ihn die Zeitung weiter. Er sei hingegen froh, dass es für Flüchtlinge vom Mindestlohn keine Ausnahme geben soll: "Ich hoffe, es bleibt dabei."

Die Neuankömmlinge seien "nicht zwangsläufig eine Konkurrenz für deutsche Arbeitnehmer", sagte der Gewerkschaftschef. Bis 2030 würden aus demografischen Gründen sechs Millionen Menschen den deutschen Arbeitsmarkt verlassen. "Wenn jetzt Flüchtlinge zu uns kommen, kann das eine Riesenchance für uns sein. Voraussetzung ist allerdings, dass die Integration auch gelingt."

mik/AFP



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