Zweijährige Rezession Spaniens Wirtschaft erholt sich leicht

Im Herbst 2013 gab es das erste Mini-Plus, im vierten Quartal ging es weiter bergauf. Spaniens Wirtschaft ist Ende des Jahres um 0,3 Prozent gewachsen, im Vergleich zum Vorquartal. Eine schwache Erholung, räumt auch der Wirtschaftsminister ein.

Seat-Produktion bei Barcelona (Archivbild): Spaniens Wirtschaft legt wieder zu
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Seat-Produktion bei Barcelona (Archivbild): Spaniens Wirtschaft legt wieder zu


Madrid - Knapp zwei Jahre ging es in Spaniens Wirtschaft nur bergab, Quartal um Quartal. Der Mini-Aufschwung, der sich im dritten Quartal 2013 mit 0,1 Prozent abzeichnete, konnte auch im vierten Quartal gehalten werden: Um 0,3 Prozent wuchs die Wirtschaft des Krisenlandes im Vergleich zum Vorquartal.

Das gab Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag im Madrider Parlament bekannt. Damit lässt das Krisenland Spanien die längste Rezession in der jüngeren Geschichte des Landes hinter. "Die Erholung ist noch schwach, aber es ist eine Erholung", sagte de Guindos.

De Guindos versicherte, dass Spanien beim Abbau der Neuverschuldung für 2013 das mit der EU-Kommission vereinbarte Defizitziel von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einhalten werde.

Das Plus im dritten Quartal 2013 war vor allem den Exporten geschuldet. Laut Notenbank stieg die Nachfrage aus dem Ausland gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent und war damit ausschlaggebend für das Wachstum. Die Binnennachfrage blieb hingegen schwach und sank um 0,3 Prozent. Auch bis zu einer dauerhaften Erholung ist es noch ein langer Weg: Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte die spanische Wirtschaft im dritten Quartal um 1,2 Prozent.

Das größte Problem des Landes ist die enorm hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Jugendlichen. Allerdings konnte Spanien im Januar melden, dass die Zahl der Menschen ohne Job im Dezember um mehr als 100.000 gesunken ist. Laut Regierung war es der stärkste Rückgang seit 14 Jahren. Laut de Guindos komme der Abbau der Arbeitslosigkeit schneller voran als erwartet. Die Regierung erwarte für das Ende des Jahres 2014 nun eine Arbeitslosenquote von 25,0 Prozent oder darunter. Im Haushalt für 2014 war Madrid noch für das Jahresende von einer Quote von 25,9 Prozent ausgegangen.

mia/dpa

insgesamt 3 Beiträge
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Progressor 13.01.2014
1. Wunder gibt es immer wieder
Das Euroland ist ja stets für Überraschungen gut, Aushebelung der Non-Bailout-Klausel, monetäre Staatsfinanzierung, zuletzt Ankündigung des OMP-Programms. Diesmal ist es das Wirtschaftswachstum durch höhere Exporte in Spanien. Ein Wunder sozusagen in Anbetracht einer staatlichen Neuverschuldung von knapp unter 6,5 % des BIP. Normalerweise sollte dann die Binnennachfrage das Wachstum tragen. Nicht so in Spanien. Langsam müssen für das Euroland die VWL-Bücher umgeschrieben werden. ;-)
Observer 13.01.2014
2. Es geht doch.
Wir erinnern uns an die Jahre 2003 - 2005, als Deutschland noch der kranke Mann war. Auch damal hat es funktioniert - und das sogar gegen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.
cdyjhn 14.01.2014
3. tristesse
Das das Spanische Propaganda System so einen Quatsch, mit minimaler Text Erneuerung, verzapft ist klar aber das der "Spiegel" sich da als Sprachrohr zur verfuegung stellt ...... tut zumindest einem alten Sack (wuchs mit Augstein's Spiegel auf) wie mir in der Seele weh ! Spaniens Wirtschaft lässt mit Mini-Plus die Rezession hinter sich - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spaniens-wirtschaft-laesst-mit-mini-plus-die-rezession-hinter-sich-a-929501.html)
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