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DIHK: Deutsche Wirtschaft sorgt sich um die Banken

Viele Mittelständler sind für Kredite auf ihre Hausbank angewiesen. Die Industrie- und Handelskammern können mit Häme gegen kriselnde Geldinstitute wenig anfangen. "Wir machen uns natürlich Sorgen", sagt ihr Präsident.

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Lackierroboter bei Dürr AG: Mittelständler fürchten um stabile Banken

In der deutschen Wirtschaft greift angesichts der Schwäche etlicher Finanzinstitute wie etwa der Deutschen Bank Sorge um sich. "Wir brauchen starke Banken", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, mit Blick etwa auf die kriselnde Deutsche Bank.

Keine Volkswirtschaft sei so sehr darauf angewiesen, dass Banken ausreichend Darlehen geben. "Es gibt überhaupt keinen, der sich darüber freuen kann", ergänzte er. "Wir machen uns natürlich Sorgen." Bei verschiedenen Geldinstituten gebe es "unterschiedliche Instabilitäten", die zusammengenommen ein "flächendeckendes Phänomen" seien.

Wansleben warnte zudem vor der Schließung von Grenzen in Europa. "Als Deutschland leben wir von offenen Grenzen", sagte er. Wenn die Entwicklung in eine andere Richtung ginge, würde das in Deutschland "viel Geld, viele Arbeitsplätze" kosten. Beim Ölpreisrückgang dominierte beim DIHK nach eigenen Angaben inzwischen die negative Einschätzungen zu dessen Folgen.

Noch bewerten die rund 27.000 vom DIHK befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage so gut wie noch nie. In die Zukunft blicken sie jedoch skeptisch. Als größtes Risiko wird die Wirtschaftspolitik der schwarz-roten Bundesregierung angesehen. "Wir haben eine super Lage, aber verhaltene Erwartungen", sagte Wansleben.

ade/Reuters/dpa

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