Dollar, Euro, Yuan: Staaten rüsten zum Weltkrieg der Währungen

Von Stefan Schultz

6. Teil: Wie wird der Dollarkurs manipuliert?

REUTERS

Die USA drücken durch ihre Konjunkturpolitik den Kurs der eigenen Währung nach unten. Erstens hält die Zentralbank Fed den Leitzins ultraniedrig: bei knapp über null Prozent. Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen. Die Institute geben die niedrigen Zinsen oft an Unternehmen und Verbraucher weiter - in Form von billigen Krediten.

Ein niedriger Leitzins hat Auswirkungen auf den Wert der Währung. Denn aus Sicht von Finanzinvestoren bedeuten niedrige Zinsen eine niedrige Rendite. Niedrigzins-Länder sind für sie unattraktiv. Sie ziehen ihr Geld aus dem Land ab, dadurch sinkt die Nachfrage nach der Landeswährung.

Allerdings ist Amerika ein Sonderfall. Denn der Dollar unterliegt nicht nur natürlichen Marktkräften, sondern auch massiv dem Einfluss Chinas. Die Regierung in Peking hat den Yuan an den Dollar gekoppelt. Um das Gleichgewicht zu erhalten, kauft sie massenweise amerikanische Staatsanleihen und erhöht so künstlich die Nachfrage nach der US-Währung. Schätzungen des "China Securities Journal" zufolge besaß China im dritten Quartal des laufenden Jahres fast 1700 Milliarden Dollar Devisenreserven; ein Großteil davon sind Staatsanleihen, der Rest weitere in Dollar gezeichnete Bonds.

Jetzt allerdings drückt die US-Notenbank noch stärker auf den Dollar. Mehrfach hat sie selbst amerikanische Staatsanleihen gekauft und so die Menge der zirkulierenden Dollars vergrößert. Laut "Wall Street Journal" ist eine neue Ausweitungsrunde angedacht. Demnach plant die Fed, weitere 500 Milliarden Dollar in den Markt zu pumpen.

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1. ne das wwar wohl nichts...
arkor 27.10.2010
Zitat von sysopDie G20 geloben Mäßigung bei der Geldpolitik - doch die Krise ist kaum mehr abzuwenden: Um sich Handelsvorteile zu verschaffen, drücken Amerika und China ihre Währungskurse und stürzen die Welt in ein Finanz-Wettrüsten. Was sind die Folgen? Wie könnte der Konflikt gelöst werden? Eine Bilanz. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,723730,00.html
..tut mir leid, das ist fachlich völlig ungenügend...viel zu oberflächlich, und völlig undifferenziert betrachtet....
2. ....
Lastmandancing 27.10.2010
Zitat von arkor..tut mir leid, das ist fachlich völlig ungenügend...viel zu oberflächlich, und völlig undifferenziert betrachtet....
Und Ihr Beitrag traegt jetzt genau was zu der Diskussion bei? Mal wieder ein klassisches Prisoners-Dilema... jeder zieht in seine Richtung und am Ende landen alle im Dreck...
3.
KobiDror 27.10.2010
"China hält den Dollar als Geißel" Sollte es nicht heißen: China hält den Dollar als Geisel?
4. Never
critique 27.10.2010
Alle sollen an einem Strang ziehen? Niemals! Nach Asien- und Rußlandkrise in den 90ern, geplatzter Internetblase, Immobilien- und Finanzmarktkrise inder letzten Dekade, wird die nächste Krise kommen - irgendwann. Manchmal frage ich mich, ob die Einführung des Tauschhandels nicht die transparenteste Lösung wäre.
5. Nichtkonflikt
kaba06 27.10.2010
Zitat von sysopDie G20 geloben Mäßigung bei der Geldpolitik - doch die Krise ist kaum mehr abzuwenden: Um sich Handelsvorteile zu verschaffen, drücken Amerika und China ihre Währungskurse und stürzen die Welt in ein Finanz-Wettrüsten. Was sind die Folgen? Wie könnte der Konflikt gelöst werden? Eine Bilanz.
Cool, ein Nichtkonflikt. Das einzige Problem hätten vielleicht die Chinesen, wenn sie irgendwann mal ihre US Anleihen verkaufen wollen. Nur, dass es für das Volumen sowieso keine Käufer gibt, ganz unabhägnig vom Kurs. Ansonsten sind die Bewegungen am Währungsmarkt doch marginal verglichen mit denen in den 80ern - damals kontrollierte die UdSSR übrigens noch *alle* Ostblockwährungen! Und England hat den Sterling im Rahmen der Finanzkrise radikal abgewertet und ist immer noch in der EU. Die Geldschöpfung findet inzwischen praktisch nur noch durch Banken statt, Staaten und Notenbanken haben da gar nicht genug Kapital für. Im Übrigen ist die Fed einigermaßen unabhängig und für die EZB gilt das ja auch. Aber Hauptsache mal wieder ein bisschen Panik schüren, kommt ja immer gut an, wenn mal wieder jemand "gerettet" werden muss.
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