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Dollar-Zukäufe: China hortet 3,2 Billionen Dollar Währungsreserven

Mit massiven Devisenkäufen soll der Kurs des Yuan gedrückt werden: Chinas Reserven ausländischer Währung sind auf 3,2 Billionen Dollar angestiegen. Handelspartner kritisieren die Währungspolitik.

Devisengeschäfte: Chinas Zentralbank unterstützt Exportwirtschaft Zur Großansicht
REUTERS

Devisengeschäfte: Chinas Zentralbank unterstützt Exportwirtschaft

Peking - Die chinesische Zentralbank kauft weiter fleißig ausländische Währungen. Gegenüber dem Vorjahr haben die chinesischen Devisenreserven um ein Drittel zugenommen und belaufen sich nun auf fast 3,2 Billionen Dollar. Das berichtet die chinesische Zentralbank am Dienstag in Peking.

Chinas Geldpolitik hat vor allem ein Ziel: die chinesische Wirtschaft stützen. Ein niedriger Kurs des Yuan verbilligt Produkte "Made in China" auf dem Weltmarkt und kurbelt den Export an. Die USA und andere Handelspartner kritisieren diese Taktik als unfairen Preisvorteil.

Doch die Anhäufung von Dollar und Co. kann auch zum Problem werden. Während europäische Länder versuchen Schuldenberge abzubauen, versucht China den Reichtum zu verwalten. Der Zuwachs von ausländischem Kapital lässt die Geldmenge anschwellen und die Verbraucherpreise steigen.

Trotz staatlicher Eingriffe, könnte die Inflationsrate dieses Jahr im Schnitt bei fünf Prozent liegen. Im Juni erreichte der Preisanstieg mit 6,4 Prozent den höchsten Stand seit drei Jahren. In Europa liegt die Inflationsrate zur Zeit bei etwas über zwei Prozent. Hohe Lebensmittel- und Rohstoffpreise führen in China immer wieder zu Unruhen.

ang/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Falschherum wird ein Schuh draus
tillapril 12.07.2011
"Mit massiven Devisenkäufen soll der Yuan gestützt werden" Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man Yuan in Devisen umtauscht, fällt der Kurs des Yuan. Schwächung statt Stützung ist der Sinn der Sache: Den Kurs des Yuan künstlich niedrig zu halten zum Wohle der Wettbewerbsfähigkeit.
2. Geht doch
tillapril 12.07.2011
"Mit massiven Devisenkäufen soll der Kurs des Yuan gedrückt werden". Das war schnell!
3. Negativer Zinssatz
hojen 12.07.2011
Zitat von tillapril"Mit massiven Devisenkäufen soll der Kurs des Yuan gedrückt werden". Das war schnell!
Die Rettung des Dollar wäre ein negativer Zinssatz von ca.- - 3%. Damit müßte sich die Finanzpolitik Chinas verändern.
4. Ist so nicht ganz richtig
beebo 12.07.2011
China hat einen Staatlich festgesetzten Wechselkurs zum US Dollar. Und Remnibi ist auch nicht frei handelbar. Das Problem ist der Aussenhandelsüberschuss von China. Beispiel des Problems: China Firma kauft Waren für 5 $, dafür werden Yuan in Dollar bei der Zentralbank gewechselt. Aus den Waren stellt die Firma ein Produkt her und verkauft dies für 10 $ in die USA. Die China Firma wechselt die 10 $ wieder in Yuan um. Dadurch besitzt der Staat China jetzt 5$ mehr als vorher. Solange China Handelsüberschüsse erwirtschaftet, werden die Dollar Reserven steigen. Das größte Problem von China ist, das die Löhne Inflationsbeding in China stärker steigen als in den USA. Das mindert die Wettbewerbsfähigkeit der China Exporteuere.
5. Wenn man daran denkt
tecdetai 12.07.2011
Zitat von sysopMit massiven Devisenkäufen soll der Yuan gestützt werden: Chinas Reserven ausländischer Währung sind auf 3,2 Billionen Dollar angestiegen. Handelspartner kritisieren die Währungspolitik. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773815,00.html
das Deutschland China jährlich mit 300000000€ "Enwicklungshilfe" unterstützt frag ich mich manchmal in was für einem Irrenhaus unsere Politiker leben.
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