Hinweis auf Daten Trump droht Ärger wegen Arbeitsmarkt-Tweet

Obwohl der Arbeitsmarktbericht wegen seines Einflusses auf die Finanzmärkte vor seiner Veröffentlichung geheim ist, hat US-Präsident Trump vorab darüber getwittert. Mehrere Senatoren fordern eine Untersuchung des Vorfalls.

Donald Trump
AFP

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US-Präsident Donald Trump droht Ärger wegen einer Twitter-Nachricht zum jüngsten Arbeitsmarktbericht. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, drängen mehrere demokratische Senatoren auf eine Untersuchung des Vorfalls. Hintergrund ist ein kurzer Tweet Trumps vom vergangenen Freitag, in dem es hieß, er freue sich auf die Arbeitsmarktdaten. Trump setzte die Nachricht etwa eine Stunde vor Veröffentlichung der Zahlen ab.

An den Finanzmärkten wurde die Nachricht des Präsidenten als Hinweis auf robuste Arbeitsmarktzahlen interpretiert. Der US-Dollar legte nach dem Tweet ebenso zu wie die Renditen am amerikanischen Anleihemarkt. Der Arbeitsmarktbericht fiel dann tatsächlich sehr solide aus: Die Beschäftigung stieg deutlich, und die Arbeitslosenquote fiel auf den tiefsten Stand seit Beginn des Jahrtausends.

Der monatliche Jobbericht der US-Regierung zählt zu den Konjunkturdaten, die an den Finanzmärkten am stärksten die Kurse bewegen. Daher wird der Bericht bis zur Veröffentlichung wie ein Geheimnis gehütet. Wichtige Entscheidungsträger im Weißen Haus erhalten die Informationen allerdings vorab.

Senatoren: Tweet nicht regelkonform

Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte vergangene Woche im US-Fernsehen bestätigt, dass der Präsident die aktuellen Zahlen tatsächlich vor deren Veröffentlichung erhalten habe. Sein Tweet habe jedoch nicht signalisieren sollen, dass die Jobdaten positiv ausfallen.

Wie Bloomberg berichtet, sollen die US-Senatoren Elizabeth Warren, Ron Wyden und Michael Bennet der Börsenausicht SEC, der Regulierungsbehörde CFTC, dem nationalen Statistikbüro und den Wirtschaftsberatern Trumps Briefe geschrieben haben.

Sie argumentieren darin, Trumps Tweet sei nicht regelkonform gewesen. Es solle untersucht werden, ob Dritte die Informationen ebenfalls vorab erhalten und sich zunutze gemacht haben. Auch wird danach gefragt, welche Vorkehrungen das Statistikamt treffe, damit die Daten nicht vorab bekannt werden.

cop/dpa-AFX



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