Erfolg der Wall-Street-Lobby Trump lockert Bankenregulierung

Rund zehn Jahre nach Ausbruch der letzten Finanzkrise hat US-Präsident Donald Trump wichtige Regeln aufgehoben, mit denen sein Vorgänger Barack Obama die Exzesse der Wall Street zügeln wollte.

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US-Präsident Donald Trump hat eine Lockerung der Vorschriften für den Finanzsektor angeordnet. Er unterzeichnete am Freitag in Washington ein Dekret, das auf die Revision eines Gesetzes aus dem Jahr 2010 zur Regulierung der Banken abzielt. Der sogenannte "Dodd-Frank-Act" schreibt den Finanzinstituten unter anderem eine höhere Eigenkapitalquote vor, um ihre Überschuldung zu verhindern.

Mit dem Gesetz wollte Trumps Vorgänger Barack Obama nach der jüngsten Finanzkrise (Ausbruch 2007) sicherstellen, dass Großbanken mit ihren riskanten Geschäften nicht dem Steuerzahler zur Last fallen.

Dass Trump die Reform zurückdrehen will, ist ein großer Erfolg für die Finanzlobby. Sie ist in der Mannschaft des neuen Präsidenten stark vertreten, so hat unter anderem Finanzminister Steven Mnuchin früher für das Bankhaus Goldman Sachs gearbeitet.

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Trumps Milliardärsminister: Das Kabinett des Großkapitals

Trump hatte nach seinem Wahlsieg angekündigt, die Finanzmarktregulierung aufzuweichen. Das hatte zu Begeisterung an der Wall Street geführt - die Aktienkurse von Banken stiegen deutlich. Am Montag legte Trump nach: "Die Regulierung hat sich in der Tat als schrecklich für Konzerne herausgestellt, aber für kleine Unternehmen war es noch schlimmer." Der Unternehmergeist leide, der Zugang zu Krediten werde erschwert. "Dodd-Frank ist ein Desaster."

Barack Obama hatte das anders gesehen. Nach der weltweiten Finanzkrise hatte der damalige US-Präsident das Gesetz 2010 unterzeichnet. Das Weiße Haus pries es als "einen regulatorischen Meilenstein", der die Mittelklasse über die Interessen der Banker stelle, die "Amerikas Regierung so lange im Würgegriff" hatten.

Mit Hunderten Milliarden an Steuergeld mussten Großbanken nach dem Finanzcrash gerettet werden. Nur das Eingreifen der öffentlichen Hand, gegen das sich die Finanzbranche in den Boomjahren so vehement gewehrt hatte, konnte am Ende das Schlimmste verhindern. Die Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft und die Menschen waren dennoch verheerend: Zahlreiche Unternehmen gingen pleite, verschuldete Hausbesitzer wurden aus ihren Immobilien gedrängt, die Arbeitslosigkeit und Armut in den USA stieg rasant.

beb/AFP/dpa

insgesamt 126 Beiträge
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lilioceris 03.02.2017
1. Ich freue mich schon
auf die nächste Blase. Ein Glück, dass unsere Renten, unsere Löhne, unsere Arbeitsplätze, unsere Kredite und unsere Sparguthaben sicher sind. Und wenn nicht, wird es genügend Politiker geben, die die Lage wunderschön reden können. Soviel ist ganz sicher….
ROBIN7 03.02.2017
2. Trump
der Präsident der "kleinen Leute", der "den Sumpf austrocknet"? Man sollte das mit dem Sumpf eben nicht dem Oberfrosch überlassen. Viellicht merken die Amerikaner jetzt, was sie da gewählt haben. Aber vermutlich wählen die dümmsten Kälber ihre Metzger selber - auch weiterhin ...
poisonnuke 03.02.2017
3. ja, weiter so! ^^
Ich will noch in diesem Jahrzehnt sehen, wie die USA zu einem Land der Dritten Welt wird! :-D Denn der aktuelle Kurs von Trump kann kein anderes Ende haben, als die völlige Zerstörung der eigenen Wirtschaft. Kann es sein, dass er die typische Manager-Manier hat? Rein in ein Unternehmen, alles an Boni abstauben was geht das Unternehmen ruinieren und selbst mit einem großen Plus rausgehen?
Gleichstrom 03.02.2017
4.
Ach wie unerwartet. "I am your voice!" (Donald Trump zur abgehängten Unterschicht). Na, wie ist diesmal der Erklärungsversuch der Neurechten? Ihr liebt doch immer sofort jeden, der "gegen die" ist, gegen das System und das Establishment? Falls das bisher noch nicht im Bewußtsein angekommen ist: Donald Trump ist DIE Verkörperung des Systems, des Establishments. Donald Trump ist einer von DENEN. Die Belange der Mittelklasse, Unterklasse etc sind ihm komplett gleichgültig. Banken und Heuschrecken zu retten wird ihm dagegen eine Herzensangelegenheit sein, noch stärker als das Fehlen jeglicher moralischen Integrität, die als political correct aufgefaßt werden könnte...
adam.z 03.02.2017
5. Ach was.....
Na siehste. Langsam wird der Mann ja mal die Hosen runter lassen. Und was lockert nicht nur den Hosengürtel von Mr.Trump leichter als Money. Das wahre Gesicht dieses Mannes werden wir schon noch zu sehen bekommen.
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