Neue Strafzölle Trump bleibt bei harter Linie gegen China

US-Präsident Trump will offenbar am Montag neue Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar erlassen. Das berichten US-Medien.

U.S. Präsident Donald Trump
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U.S. Präsident Donald Trump


Trotz aller Warnungen will US-Präsident Donald Trump den Handelsstreit mit China eskalieren, berichten die "Washington Post" und das "Wall Street Journal".

Am Montag will der Präsident die Einführung von Zöllen auf chinesische Produkte verkünden, erfuhren die US-Medien aus Regierungskreisen. Die Höhe soll etwa zehn Prozent betragen und mehr als tausend Produkte betreffen, darunter Smartphones, Fernseher und Spielzeug, aber auch Handtaschen und Fahrräder.

Insgesamt wird der Warenwert auf 200 Milliarden US-Dollar geschätzt. Mit den bereits in Kraft getretenen Strafzöllen würde dann etwa die Hälfte aller Importe aus China mit Abgaben überzogen.

Peking hatte bereits zuvor angekündigt, darauf mit zusätzlichen Sonderabgaben auf Importe aus den USA im Wert von 60 Milliarden Dollar reagieren zu wollen.

Schon am Freitag hatte es aus US-Regierungskreisen geheißen, Trump setze weiterhin auf seinen Plan, die hohen Zölle einzuführen, allerdings war unklar, wann er den Schritt vollziehen würde. "Präsident Trump hatte sich deutlich gegenüber der chinesischen Regierung ausgedrückt. Die US-Regierung wird handeln, damit Chinas unfaire Handelspolitik beendet wird", sagte Trumps Sprecherin Lindsay Walters.

Der US-Präsident hatte sich noch am Donnerstag mit seinen Top-Wirtschaftsberatern getroffen, um über die China-Zölle zu sprechen. Teilnehmer des Treffens waren Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer.

Mnuchin hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, den Dialog mit China zu suchen.

tin/Reuters/AP



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