Handelsstreit Trump will offenbar Milliardenzölle auf chinesische Waren vorantreiben

Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat sich der US-Finanzminister Mnuchin für Verhandlungen ausgesprochen. Präsident Trump hält nun offenbar an der Einführung geplanter Milliardenzölle fest.

Donald Trump
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US-Präsident Donald Trump will einem Medienbericht zufolge die Einführung von zusätzlichen Zöllen auf chinesische Waren weiter vorantreiben. Das schreibt das Finanzportal "Bloomberg". Trotz der Versuche des US-Finanzministeriums, die Gespräche mit China wieder aufzunehmen, wolle Trump Zölle auf Waren in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar einführen, schreibt das Portal.

"Bloomberg" beruft sich auf vier Personen, die mit der Materie vertraut seien. Die neuen Zölle seien jedoch noch nicht offiziell angekündigt worden, da die Regierung ihre Pläne nach öffentlicher Kritik überarbeiten wolle.

Trump habe sich laut "Bloomberg" am Donnerstag mit seinen Top-Handelsberatern getroffen, um über die China-Zölle zu sprechen. Teilnehmer seien Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und US-Handelsbeauftragter Robert Lighthizer gewesen. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte zuletzt neue Handelsgespräche mit China vorgeschlagen.

ans/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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jomai 14.09.2018
1. Viel Glück
denn das wird Trump brauchen. Ich hoffe nur die Chinesen sind so vernünftig und lassen es nicht zu einer neuen Weltwirtschaftskrise kommen. Denn alle Möglichkeiten dies zu tun hätten sie.
derratlose 14.09.2018
2.
Es gilt für alle Betroffenen immer mehr: Zeit gewinnen und ablenken. Irgendwann hat dieses Theater ein Ende und alle könne wieder "normal" diskutieren. Die Chinesen sind nicht dumm, genauso wenig wie Juncker und Merkel. Der orangene Wütericht soll sich auf Nebenschauplätzen abreagieren und möglichst dort Porzellan zerschlagen wo es uns kein Geld und Wohlstand kostet, nur das kann der Plan sein. Wenn es auch noch gelingt Menschenleben in der zweiten und dritten Welt zu schonen indem der POTUS von abenteuerlichen Experimenten mit seinem Militär abgehalten wird, ist auch schon viel gewonnen.
R.W.Schramm 15.09.2018
3. Trotz Trump, China erobert die kapitalistische Weltwirtschaft
Das chinesische Handelsministerium hat Daten über Chinas nichtfinanzielle ausländische Direktinvestitionen (ADI), die in den ersten sieben Monaten des Jahres ein stetiges Wachstum verzeichneten, veröffentlicht. Von Januar bis Juli 2018 investierten chinesische Investoren 65,27 Milliarden Dollar an nicht-finanziellen ADI in fast 4.000 ausländischen Unternehmen in 152 Ländern und Regionen, was einem Anstieg von 14,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Chinesische Unternehmen erhöhten ihre Investitionen in den 54 Ländern entlang der Seidenstraßen. Die zusätzlichen Investitionen in Höhe von 8,55 Milliarden Dollar (7,3 Mrd. Euro) entsprachen einem Anstieg von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die neuen Bauaufträge entlang der neuen Seidenstraßen ein Volumen von insgesamt 57,1 Milliarden Dollar (48,8 Mrd. Euro) erreichten. Darüber hinaus spielten die Zonen der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit in Übersee eine wichtige Rolle bei den chinesischen ADI. Laut Handelsministerium hatte China bis Ende Juni des laufenden Jahres in 46 Ländern insgesamt 113 Zonen der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit errichtet. „Die in einigen westlichen Ländern diskutierte Ideen von der so genannten ‚chinesischen Bedrohung‘ und dem ‚chinesischen Kolonialismus‘ provozieren ebenfalls Meinungsverschiedenheiten“, sagte Bai Ming, Forscher an der Chinese Academy of International Trade and Economic Cooperation, gegenüber der Beijing Rundschau. Er schlug chinesischen Unternehmen vor, gründliche Recherchen über die jeweiligen Länder und lokalen Partner durchzuführen, bevor sie eine Investition tätigen. Bei der Projektabwicklung sollten Investoren zudem ihre soziale Verantwortung – im Allgemeinen und im betreffenden Land im Besonderen – berücksichtigen und Missverständnisse so weit wie möglich abbauen. Bai erwarte, dass mit dem Abschluss des Beijinger Gipfeltreffens des chinesisch-afrikanischen Kooperationsforums (FOCAC 2018) die Investitionen in den Ländern entlang der neuen Seidenstraßen, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent, zunehmen werden. [Vgl. Lu Yan, in Beijing Rundschau]
haraldbuderath 15.09.2018
4. Bloomberg
Der Propaganda Verein Bloomberg verkündet viel Angelsächsischen Mist, anderen Ratingagenturen Argumentieren auch nur in diesem Sinne,mir sind Anleger/Spekulanten und Spekulationen egal, die USA und der Kapitalismus zerstören jegliche Demokratische und Sozialen Kräfte, der Profit muss gesichert werden nicht die Sozialen Errungenschaften, Menschen müssen dem Kapital weichen....
auweia 15.09.2018
5. @4 haraldbuderath
Sie sagen, dass Ihnen Spekulanten und Anleger egal sind. Nun, Sie sind es denen wohl auch. Wenn das bestehende Rechtsystem meine Aktivität nicht sanktioniert und vor die Wahl gestellt, *meinen* Profit zu sichern oder irgendwelche nebulösen „sozialen Errungenschaften“ entscheide ich mich für das Hemd und nicht den Rock.
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