Brüssel/Athen - Die Zitterpartie geht weiter: Die Verhandlungen zwischen dem griechischen Finanzminister und der Troika blieben am Montagabend laut einem EU-Sprecher ohne eine Entscheidung über einen Zeitpunkt für die Rückkehr der Inspektoren nach Athen. Für Dienstagabend sei demnach ein weiterer Gesprächstermin zwischen Finanzminister Evangelos Venizelos und den Vertretern aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) anberaumt worden. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.
Die Regierung in Athen verbreitete dennoch Optimismus: Die Gespräche seien "produktiv und substantiell" gewesen, teilte das Finanzministerium mit. Kurz zuvor hatte das Ministerium noch verlautbart, dass die Telefonkonferenz mit der Gläubiger-Troika bis in die frühen Morgenstunden am Dienstag dauern könnte und dass danach nicht mit einer offizielle Erklärung zu rechnen sei.
Venizelos will die Missionschefs der Troika davon überzeugen, ihre Arbeiten in Athen wieder aufzunehmen - sollten sie keinen positiven Bericht über die griechische Haushaltskonsolidierung vorlegen, ist die Auszahlung der nächsten Kredittranche von acht Milliarden Euro aus dem Hilfsprogramm in Gefahr. In diesem Fall droht dem Land nach eigenen Angaben bereits im Oktober die Zahlungsunfähigkeit.
An den Finanzmärkten fiel der Euro-Kurs
zunächst weiter, nachdem die Vertagung des Krisengesprächs bekanntgegeben wurde. Im weiteren Verlauf erholte sich die Gemeinschaftswährung im Handel an der Wall Street jedoch und stieg zwischenzeitlich auf einen Kurs von mehr als 1,37 Dollar.
fdi/dapd/dpa/Reuters
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