Drohender Zusammenbruch Spanien rettet Sparkasse mit Milliardenprogramm

Griechenland ist gerettet, da gibt es neue Probleme in Spanien: Die Zentralbank in Madrid hat sich genötigt gesehen, die Sparkasse CajaSur zu retten - offenbar ging es um das Überleben des Instituts. Nun hat das Geldhaus Zugriff auf einen milliardenschweren Hilfsfonds des Staates.


Madrid - Die spanische Zentralbank hat die Geschäfte der Sparkasse CajaSur übernommen. Der geplante Zusammenschluss mit dem Rivalen Unicaja sei gescheitert und das Überleben des Instituts gefährdet gewesen, teilte die Bank von Spanien am frühen Samstagmorgen mit.

Durch die Intervention der Zentralbank werde sichergestellt, dass die Sparkasse den Betrieb aufrechterhalten und ihren Verpflichtungen weiterhin nachkommen könne. CajaSur habe nun Zugang zu einem milliardenschweren staatlichen Rekapitalisierungsfonds für die Bankenbranche.

Die spanischen Sparkassen sind traditionell stark im Hypothekengeschäft engagiert und leiden unter einer großen Zahl fauler Kredite. Nach einem jahrelangen Boom ist die Immobilienblase in Spanien geplatzt. Die Finanzkrise hat ihre Notlage verschärft und den Konsolidierungsdruck erhöht.

Die Zentralbank will nun die Zahl der Sparkassen bis Mitte des Jahres von 45 auf rund 15 verringern.

wal/Reuters



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Emil Peisker 22.05.2010
1. heftige Besicherungsprobleme
Zitat von sysopGriechenland ist gerettet, da gibt es neue Probleme in Spanien: Die Zentralbank in Madrid hat sich genötigt gesehen, die Sparkasse CajaSur zu retten - offenbar ging es um das Überleben des Instituts. Nun hat das Geldhaus Zugriff auf einen milliardenschweren Hilfsfonds des Staates. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696319,00.html
Wenn man die Immo-Preise in Spanien fallen sieht, ist sofort klar, dass es da heftige Besicherungsprobleme gibt, die Sparkassen bilanzieren müssen. In Spanien ist es wesentlich verbreiteter, als Normalangestellter eine Wohnung oder ein Haus zu besitzen. Da kommt noch einiges auf die Zentralbank zu, da zu den Besicherungsproblemen ja auch noch durch die gestiegene Arbeitslosigkeit die Anzahl der reibungslos bedienten Kredite sinkt. Die Konzentration von 45 Kassen auf 15 bis zum Sommer spricht Bände.
Arthi, 22.05.2010
2. aha
Zitat von sysopGriechenland ist gerettet, da gibt es neue Probleme in Spanien: Die Zentralbank in Madrid hat sich genötigt gesehen, die Sparkasse CajaSur zu retten - offenbar ging es um das Überleben des Instituts. Nun hat das Geldhaus Zugriff auf einen milliardenschweren Hilfsfonds des Staates. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696319,00.html
Und dieser Hilffond wird aus neuen Schulden gespeisst, die dann zu einem Hilferuf an die europäische Gemeinschaft für Notkredite führen?
Eppelein von Gailingen 22.05.2010
3. Der nächste faule Kandidat nach Griechenland
Zitat von sysopGriechenland ist gerettet, da gibt es neue Probleme in Spanien: Die Zentralbank in Madrid hat sich genötigt gesehen, die Sparkasse CajaSur zu retten - offenbar ging es um das Überleben des Instituts. Nun hat das Geldhaus Zugriff auf einen milliardenschweren Hilfsfonds des Staates. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696319,00.html
*wird Spanien,* den die geplatzte Riesen-Immobilienblase in die Griechische Pleite nachfolgen läßt. Und was nun Frau Merkel? Soll Deutschland vielleicht alle Pleitestaaten in der €-Währung reich beschenken, bis die Deutschen selber nichts mehr zum Essen haben? Die Ökonomen, die vor 3 Jahren bereits 2010 als Schicksalsjahr voraussahen, wenn die großen Schwierigkeiten erst dann so richtig durchschlagen, scheinen allesamt richtig zu liegen! Die spanische Pleitebank hat Zugriff auf einen milliardenschweren Hilfsfonds des Staates? Und woher kommt dieser Hilfsfonds? Der ist doch nicht auf spanischem Mist gewachsen.
Pinarello, 22.05.2010
4. Man schaue auf den EU-Rettungsfonds.
Zitat von sysopGriechenland ist gerettet, da gibt es neue Probleme in Spanien: Die Zentralbank in Madrid hat sich genötigt gesehen, die Sparkasse CajaSur zu retten - offenbar ging es um das Überleben des Instituts. Nun hat das Geldhaus Zugriff auf einen milliardenschweren Hilfsfonds des Staates. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696319,00.html
Tja, die Politiker sind eben doch ein bißchen weitsichtiger und haben den Euro-Rettungsfonds gleich mal auf schlappe 750 Mrd Euro angelegt, vereinzelt wird in Brüssel ja schon eine Aufstockung auf 2 Billionen Euro gefordert. Die Damen und Herren haben also Informationen, die vor der EU-Bevölkerung wohl Strengstens Geheim zu halten sind. Die Stimmen die vor Monaten vorhergesagt haben, daß Griechenland nur der Auslöser einer umstürzenden Kette sein, haben Recht behalten, angeblich soll ja sogar schon Frankreich nach Mitteln aus dem EU-Rettungsfonds angefragt haben, kurz nachdem dieser aufgelegt wurde.
cashcow 22.05.2010
5. Gestern standen wir vor dem Abgrund...
Zitat von PinarelloTja, die Politiker sind eben doch ein bißchen weitsichtiger und haben den Euro-Rettungsfonds gleich mal auf schlappe 750 Mrd Euro angelegt, vereinzelt wird in Brüssel ja schon eine Aufstockung auf 2 Billionen Euro gefordert. Die Damen und Herren haben also Informationen, die vor der EU-Bevölkerung wohl Strengstens Geheim zu halten sind. Die Stimmen die vor Monaten vorhergesagt haben, daß Griechenland nur der Auslöser einer umstürzenden Kette sein, haben Recht behalten, angeblich soll ja sogar schon Frankreich nach Mitteln aus dem EU-Rettungsfonds angefragt haben, kurz nachdem dieser aufgelegt wurde.
Spanien rettet die Sparkassen, Deutschland rettet Spanien. Es gibt noch viel zu holen - packen wir's ein! http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-citigroup-chefoekonom-fordert-rettungspaket-ueber-2000-mrd-euro/50117276.html Zur Not muss man mal wieder ein bissle auf den Euro drücken, dann wird der gerettet, koste es, was es wolle. Bald kommt der Verlust unseres AAA-Ratings, irgendwann ist dann Schluß mit Kredit, dann wird nur noch gedruckt.
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