Dürrehilfen Ministerin Klöckner sagt Bauern 340 Millionen Euro zu

Angesichts der Dürreschäden will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner betroffene Landwirte mit Nothilfen unterstützen. Geplant sind 340 Millionen Euro, davon sollen bis zu 170 Millionen Euro vom Bund kommen, der Rest von den Ländern.

Acker in Hessen
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Acker in Hessen


Landwirte mit starken Einbußen wegen der wochenlangen Dürre sollen staatliche Nothilfen von bis zu 340 Millionen Euro bekommen. Angesichts von Ernteschäden "nationalen Ausmaßes" will der Bund dabei 150 bis 170 Millionen Euro geben, sagte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin. Die Länder sollten ergänzend die Hälfte des Gesamtbetrags tragen.

Damit fallen die geplanten Zahlungen viel niedriger aus, als ursprünglich vom Bauernverband gefordert. Dessen Präsident Joachim Rukwied hatte ursprünglich Hilfen von bis zu einer Milliarde Euro gefordert.

Insgesamt seien Länderangaben zufolge bundesweit rund 10.000 Betriebe so sehr betroffen, dass sie in ihrer Existenz bedroht seien, teilte Landwirtschaftsministerin Klöckner nun mit. Die betroffenen Betriebe müssten mit einem Ertragsrückgang von 30 Prozent rechnen. Generelle Schwelle für Hilfen ist, dass in einem Betrieb mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung zerstört sind.

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Die konkreten Verfahren für die Unterstützung wollen der Bund und die betroffenen Länder nun gemeinsam festlegen. Zuletzt hatte sich der Bund 2003 wegen einer Dürre an Finanzhilfen beteiligt. Damals zahlte er acht betroffenen Ländern insgesamt 80 Millionen Euro aus.

Massive Trockenheit hat in diesem Jahr vor allem im Norden und Osten teils schwere Ernteausfälle verursacht. Bundesweit ergebe sich bei Getreide eine Menge von 35,6 Millionen Tonnen und damit ein Minus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Bauernverband in seiner Bilanz mit. Hinzu kämen Einbußen bei Kartoffeln, Zuckerrüben und vor allem beim Anbau von Tierfutter. In einigen Regionen lägen die Ernteverluste zwischen 50 und 70 Prozent bis hin zu Totalausfällen.

Bauernpräsident setzt auch auf höhere Preise

Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach von einer "miserablen Getreideernte". Daher sei es dringend geboten, dass Bund und Länder ein Hilfsprogramm mit Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Betriebe rasch auf den Weg brächten. Zudem seien höhere Erzeugerpreise für Getreide an den internationalen Märkten dringend erforderlich. Ackerbauern mit großen Einbußen profitierten aber nur begrenzt, wenn sie keine nennenswerten Mengen zu höheren Preisen absetzen könnten.

Akute Probleme haben auch viele Viehhalter, bei denen Futter knapp zu werden droht. Wegen der Dürre ist einmal gemähtes Gras nun vielfach nicht für den sonst üblichen zweiten und dritten Schnitt nachgewachsen. Ministerin Klöckner hat deswegen bereits Erleichterungen auf den Weg gebracht, damit zusätzliche Flächen zum Gewinnen von Futter genutzt werden können.

mmq/dpa/Reuters



insgesamt 99 Beiträge
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Seite 1
p.quintern 22.08.2018
1. Kein Mitleid mehr...
...mit unseren Bauern wenn das nächste Mal wieder über Milchpreise etc. gejammert wird. Wer so schamlos die Hand aufhält und die Steuerzahler schröpft hat keinen Respekt mehr verdient. Jämmerlich!
mistermb 22.08.2018
2.
Wenn man von 300.000 Landwirtschaftsbetrieben stand (2010) ausgeht. Neuere Liste hab ich leider nicht. Dann bekommt jeder Betrieb nach meiner Rechnung xD 1230 Euro. Also naja schlechter Witz oder?
JerryKraut 22.08.2018
3. Wußte garnicht,
daß die Frau so vermögend ist. Wie bitte? Das ist nicht ihr Geld. Ach, wieder alternativlos da systemrelevant. Ja, systemrelevant müßte man halt sein. Hätte doch bei der Bank bleiben sollen oder wenigstens Landwirtschaft studieren.
quelinian 22.08.2018
4. Da bin ich mal gespannt...
... ob die Brötchenpreise nicht trotzdem steigen. Kann das der Spiegel in ein paar Monaten mal aufarbeiten? Ich verstehe aber trotzdem nicht, warum die Bauern nicht zu einer Rücklagenbildung verpflichtet werden. Offensichtlich sind sie dazu ja freiwillig nicht in der Lage.
alberta2009 22.08.2018
5. Super
ganz große Klasse. Nur weil der Verband mal wieder am lautesten schreit, gibt's jetzt Milliönchen. Ich werde demnächst mal Hilfe beantragen , wenn es in meiner Branche mal nicht so läuft.
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